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Markt-Matrix – Lichtblicke unter der Oberfläche

Markt-Matrix – Lichtblicke unter der Oberfläche

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe angesichts der Staatsschuldenproblematik, die mit Italien einen neuen Höhepunkt erreichte, besorgte Leserbriefe erhalten. Interessanterweise nicht aus dem Abonnentenkreis der Investment Ideen, sondern Leser meiner öffentlichen Kolumnen. Ich kann verstehen, dass bei vielen Ratlosigkeit herrscht. Eine Hiobsbotschaft nach der anderen, aber die Märkte halten sich wacker. Es wird vergessen, dass die Märkte alle bekannten Ängste und Hoffnungen längst eingepreist haben. Nur überraschende Neuigkeiten haben das Zeug dazu, die Börsen zu bewegen. Pivotereignisse eben.

Keiner kennt die Zukunft

Die Wirtschaft und unsere sozialen Interaktionen sind zu komplex, um daraus treffsichere Prognosen ableiten zu können. Prognosen sind nicht unnütz, aber bestenfalls eine Wahrscheinlichkeitsaussage. Kein Mensch kann die Zukunft vorhersehen. Unsere Markt-Matrix selbstverständlich auch nicht. Aber sie ist ein wertvolles Hilfsmittel, das emotionslos wichtige Marktzustände identifiziert. Sogar fiskalpolitische Marktbeeinflussungen (wie die „Rettung“ Griechenlands oder die Andeutung des US-Notenbankchefs hinsichtlich „QE3“ – also frisches Geld zu drucken) fließen mit ein.

Ein Blick hinter die Markt-Matrix

Die Märkte suchen ihr Gleichgewicht. Unter der Oberfläche rumort es gewaltig. Beim Blick auf die Details der Markt-Matrix hat es den Anschein, dass die Märkte nur Kraft sammeln, aber keine Baisse droht. Das Trendfolgebarometer (ein wichtiger Teilindikator) hätte schon Anfang Juli wieder auf positiv gedreht, wenn Bewertungsstichtag gewesen wäre. Bis zum Monatsende müssen wir uns gedulden, ob der inoffizielle Status Bestand hat. Schließlich ist das Trendfolgebarometer langfristig ausgerichtet.

Wenn Europa nicht wäre, wäre der andere wichtige Teilindikator, der Primärtrend, ebenfalls positiv. Zwar deutet sich an den europäischen Märkten eine Erholung an, aber Europa hinkt hinter den USA, Asien und den Emerging Markets hinterher. Warten wir es ab.

Warum belästige ich Sie mit den Details?

Angesichts der besorgten Leserbriefe möchte ich auf die vorhandenen Lichtblicke hinweisen, die sich abzeichnen. Setzt sich die positive Entwicklung fort, stehen wir vor einem neuen Hausseschub. Das wird viele überraschen, aber es war schon immer eine Eigenart der Märkte, dass die Mehrheit nicht von steigenden Börsen profitiert.

Umso erstaunlicher ist es, dass diejenigen Anleger in Furcht vor wirtschaftlichen Verwerfungen ausgerechnet dort investieren, wo Gefahr droht: Staatsanleihen! Das Phänomen hatte ich mehrfach in meinem Blog aufgegriffen, zum Beispiel hier:

Schön, dass jetzt sogar das Manager Magazin von Aktien als neue sichere Anlage flüstert! Weiter so!

Quelle: Auszug aus dem Börsendienst Investment Ideen vom 17. Juli 2011

 

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