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Realistische Depotführung bei Musterdepots?

Realistische Depotführung bei Musterdepots?

Musterdepots sollten kontinuierlich fortgeführt werden und bei Schieflagen nicht aufgelöst werden:

  • Nur so kann man sich als Anleger ein realistisches Bild von der langfristigen Wertentwicklung verschaffen. Leider scheint in der Praxis ein anderes Verhalten Schule zu machen: Abgestürzte Musterdepots verschwinden leise von der Bildfläche und werden durch neue ersetzt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Der Anleger kann nicht so einfach seine Verluste ungeschehen machen. Ich missbillige solche Praktiken.
  • Manche Börsendienste geben die kumulierte Gewinnentwicklung an. Der prozentuale Gewinn einer jeden abgeschlossenen Order wird einfach aufsummiert. Das führt zu einer geschönten Wertentwicklung. Die extrem wichtige Positionsgröße wird nicht berücksichtigt. Für jeden Anleger ist jedoch entscheidend, um wie viel er sein Vermögen insgesamt steigern kann. Gewichtete Musterdepots berücksichtigen die Positionsgröße.
  • Häufig höre ich von Lesern anderer Publikationen, dass Kurse kurz nach der Bekanntgabe einer Depotänderung eingepflegt werden. Für den Leser lässt sich unmöglich die gleiche Rendite erzielen, da nach Versand der Mitteilung sofort die Kurse hoch gehen. Bei Versand der Verkaufsmitteilung erleidet der Anleger das umgekehrte Schicksal. Er erzielt einen niedrigeren Verkaufskurs. Aufgrund solcher Praktiken weisen manche Börsenpublikationen einen hohen Depotgewinn aus, während deren Leser nicht annähernd so gut verdienen konnten. Seien Sie auf der Hut, wenn Sie feststellen, dass Ihre persönliche Rendite „unerklärlicherweise“ schlechter ausfällt.
  • Realdepots sind in Mode gekommen. Darunter versteht man ein mit echtem Geld geführtes Depot bei der Bank. Die Idee ist prinzipiell gut, löst aber die oben beschriebenen Probleme nicht.

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