Versuchen Sie nicht, die Entwicklung des Marktes vorwegzunehmen – halten Sie sich einfach nur an die Zeichen des Marktes, an das, was er für Sie bereithält (Jesse Livermore)
Hohe Zinsen sind bekanntlich Gift für die Aktienmärkte. Glücklicherweise sind wir davon noch weit entfernt (oder leider, wenn man sein Geld rentabel im klassischen Festgeldbereich anlegen möchte). Dennoch sollten Anleger hellhörig werden, wenn eine der mächtigsten Institutionen weltweit eine Kehrtwende in der Notenbankpolitik andeutet: die US-Notenbank hebt mit Wirkung von Freitag den Diskontsatz an und verteuert Notkredite für Banken.
Dialog Semiconductor gehörte zu den ersten Aktien, die ich hier im Blog vorgestellt hatte. Seit Oktober konnte sich die Aktie schon wieder verdoppeln. Jetzt scharrt der Bulle erneut mit den Hufen. Die jüngsten Unternehmenszahlen waren überraschend gut ausgefallen. Dialog ist ein Musterbeispiel für eine fundamentale Neubewertung eines vormals krisengeschüttelten Unternehmens. Beachten Sie die hohen Börsenumsätze.
Betrachtet man das Anlageverhalten vieler Privatleute, so scheint die Finanzmarktkrise längst abgehakt zu sein. Nach einer Statistik der Bundesbank zum Einlagengeschäft brauchen sich selbst Bankinstitute, die sich in der Krise nicht mit Ruhm bekleckert haben, um ein wachsendes Einlagengeschäft nicht zu beklagen.
Die „Generalamnestie“ des Staates für Beinahe-Pleiteinstitute setzt das Chance-Risiko-Kalkül außer Kraft. Hohe, nicht marktgerechte Zinsangebote locken die Anleger. Was soll schon passieren? Im Zweifel richtet es Vater Staat, mag so mancher denken. Der Fall Kaupthing Banklässt grüßen. Doch wer rettet die Retter?
Auf 12 Seiten widmet sich der Analyst Uwe Perlitz diesem Thema. Die Studie vom 27. Januar 2010 kann als pdf-Dokument bei der Deutschen Bank heruntergeladen werden.
Präsident Obama und der demokratisch geführte Kongress wollen große Bereiche der amerikanischen Gesellschaft reformieren: Dazu zählen u.a. das Gesundheitswesen, die Alterssicherung, die Energie- und Klimapolitik und die Infrastruktur.
Betrachtet man die Gold-Dow-Ratio, so befindet sich das altehrwürdige Börsenbarometer seit der Jahrtausendwende in einer Baisse. Das mag man kaum glauben angesichts der Kursgewinne in den letzten Monaten. Es kommt eben auf den Standpunkt des Betrachters an. Es macht Sinn, den Wert eines Gutes bzw. Handelsgegenstandes nicht nur an dem monetären Äquivalent des Geldes zu bemessen.
Die Aktienmärkte befinden sich in der ersten größeren Korrektur seit Start der Hausse im März/April letzten Jahres. Am Donnerstag dürften einige Optimisten erneut auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Wer jetzt schon wieder die Baisse ausruft, ist entweder Hellseher oder lehnt sich sehr weit aus dem Fenster. Nach den Kurssteigerungen darf es ruhig einmal kräftig nach unten gehen.
Der Bankmitarbeiter “Dave” wurde unfreiwillig zu einer kleinen Berühmtheit als er sich von den Nacktfotos einer Schönheit betören ließ. Zu seinem Pech war sein Kollege gerade live auf Sendung. Achten Sie auf den links sitzenden Mann im Hintergrund und den PC-Bildschirm (nach circa 1:05 Minuten). Mittlerweile gibt es sogar die Kampagne “Save Dave”, da er wohl mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen muss.
In meinem Beitrag China Bubble – Rohstofftrouble vor zwei Wochen hatte ich begründet, warum es zu früh ist, von einer Spekulationsblase im Reich der Mitte zu sprechen. Die Anweisung der Regierung, die Kreditvergabe an Unternehmen einzuschränken, hatte Befürchtungen aufkommen lassen, dass die Wirtschaft eine „schwere Grippe“ erleiden könnte.