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Heiko Aschoff's Börsenblog

Versuchen Sie nicht, die Entwicklung des Marktes vorwegzunehmen – halten Sie sich einfach nur an die Zeichen des Marktes, an das, was er für Sie bereithält (Jesse Livermore)

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Institutionell.info

Über dieses Blog

9. September 2009

Darum geht es:

  • Vermögensaufbau mit Köpfchen
  • Praxiserprobte Methoden und Strategien
  • Überlegungen jenseits des Mainstreams
  • Ökonomische Entwicklungen und Hintergründe
  • Freiheitliches Denken und Erfahrungsaustausch
  • Finanzielle Souveränität

In meinem Blog möchte ich Ihnen meine Gedanken und Erfahrungen zum Börsengeschehen schildern. Zugegeben, ein sehr subjektiver Eindruck und sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber vielleicht finden Sie die eine oder andere nützliche Anregung. Es geht in diesem Blog nicht nur ums Trading, sondern um das Börsen- und Wirtschaftsgeschehen insgesamt. Das gehört einfach dazu, zumindest nach meiner Philosophie.

Wer die intellektuelle Herausforderung sucht, findet in der Beschäftigung mit den Märkten ein dankbares Spielfeld. Auf keiner anderen Bühne der Welt treten so öffentlich menschliche Emotionen zutage. Hoffnung und Gier wechseln sich ab mit Angst und Panik. Hausse und Baisse sind untrennbar miteinander verbunden.

Wer glaubt, das Kurs-Jojo mit dem gesunden Menschenverstand nachvollziehen zu können, erlebt sein blaues Wunder. Experten, Analysten und andere Hellseher beglücken uns mit Prognosen, deren Treffergenauigkeit nicht an den Wetterbericht heranreicht. Warum nicht gleich eine Münze werfen: Kopf oder Zahl?

Wer sich nicht nur aus Spaß an der Freude mit dem Börsenzirkus beschäftigt, sondern sich einen Obolus dazu verdienen möchte, kommt um eigene Überlegungen nicht umhin. Es würde mich nicht wundern, wenn die eigenen Erfahrungen ganz anders aussehen, als das medienwirksam gepflegte Bild „so werde ich erfolgreich an der Börse“.

Wer das tut, was alle tun, erntet den Durchschnitt. Wer eigene Wege geht, hat die Chance auf mehr.

Manchmal sogar sehr viel mehr. Eine kleine Anzahl von Tradern lebt ausgezeichnet von den Fehlern der Mehrheit. Leider ist der eigene Weg nicht der bequemste. Er erfordert Fleiß, Disziplin, Leidenschaft, Flexibilität, Lernbereitschaft und kritisches Denken. Die Leidenschaft hilft, die vielen Rückschläge besser zu verkraften.

Über mich

Seit Jahren lebe ich von meinen Anlageentscheidungen. Wenn ich mir als unbeteiligter Beobachter dabei zuschauen könnte, wie ich heute handle gegenüber damals vor fünfundzwanzig Jahren, so erkenne ich mich nicht wieder. Je mehr ich meinen eigenen Weg gehe, desto besser läuft es.

Der Preis dafür ist eine Herangehensweise an die Märkte, die mich psychologisch und emotional immer wieder herausfordert. Gute Methoden und Konzepte helfen mir dabei – aber letztendlich geht es „nur“ darum, sich selbst nicht im Weg zu stehen. Das mag seltsam klingen, wo doch die Suche nach dem Heiligen Gral, der ultimativen Börsenformel, erklärtes Ziel einer großen Anhängerschaft ist. Glauben Sie mir, es bedarf keiner geheimen Börsenformel oder selbsternannter Gurus.

Wir Menschen neigen dazu, unsere Verhaltensweisen im normalen Leben auf das Börsengeschehen zu übertragen. Ein Fehler. Die im Laufe der Evolution antrainierten Verhaltensmuster helfen beim Überlebenskampf in der Wildnis und im Alltag weiter, aber nicht an den Märkten. Die Märkte ticken anders.

Unsere natürlichen Reflexe und Instinkte sorgen dafür, dass die Börse ein gewagtes Abenteuer bleibt. Nur wem es gelingt, die Fallstricke der Evolution im Zaum zu halten, hat die Chance auf langfristigen Erfolg. Warum das so ist, würde an dieser Stelle zu weit führen. Es wird gute Gelegenheiten geben, im Blog das spannende Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten.

Vom Traum-Job zum Trader und Investor

Die überwältigende Mehrheit ist unglücklich im Job. Zumindest in Deutschland, wenn man den Umfragen Glauben schenkt. Nur das liebe Geld hält viele bei der Stange. Welch eine Verschwendung von Ressourcen. Millionen Beschäftigte verbringen einen großen Teil ihres Lebens mit Dingen, die sie nicht mögen. Eine deprimierende Vorstellung.

Glücklicherweise gehörte ich zu der zufriedenen Minderheit. Natürlich war nicht alles eitel Sonnenschein, aber unter dem Strich schon. Nach meinem BWL-Studium und Abschluss zum Diplom-Kaufmann startete ich als rechte Hand der Geschäftsleitung in einem Unternehmen mit 2000 Beschäftigten. Nach anderthalb Jahren leitete ich das Finanz- und Rechnungswesen. Später betreute ich das Depot A eines größeren Bankinstituts und deren vermögende Kundschaft. Als Privatdozent schule ich regelmäßig Banker an der Rheinisch Westfälischen Genossenschaftsakademie sowie für den Genossenschaftsverband Hannover.

Aus Millionen wurden Milliarden

Ging es in der Bank noch um Millionen, waren es bei der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe Milliarden. Ich war mitverantwortlich für über sieben Milliarden Euro Anlagevolumen. Hinzu kamen die Ärzteversorgung des Landes Brandenburg und die Versorgungseinrichtung der Mitglieder des Landtags NRW. Seit 2006 widme ich mich verstärkt meinen Kapitalmarktforschungen, den Börseninformationsdiensten sowie ausgesuchten Kunden. Dazu gehört die Betreuung von Fondsmandaten. Falls es die Zeit erlaubt, gebe ich Börsenseminare und verfasse praxisorientierte Bücher in Zusammenarbeit mit dem FinanzBuch Verlag und dem Beck Wirtschaftsfachverlag.

Der spannende Job bei der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe “erschwerte” mein Vorhaben, mich nur noch meiner Börsenleidenschaft zu widmen. Nette Kollegen, ein innovativer Geschäftsführer, hervorragendes Equipment und verantwortungsvolle Aufgaben – so etwas gibt man nicht leichtfertig auf. Glücklicherweise setzte ich meinen Entschluss vor der dem Ausbruch der Finanzmarktkrise um. Sonst hätte mich womöglich der Mut verlassen angesichts der Bankenzusammenbrüche und eines wankenden Finanzsystems.

Mein Unternehmerrisiko war überschaubar. In den Jahren zuvor hatte ich so manche Börsenturbulenz, Mini-Crashs und Baissen überstanden – wenn auch mit ein paar schmerzhaften blauen Flecken. Entscheidend war für mich, dass ich trotz Krisen das Vermögen langfristig steigern konnte.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass Trading und Investment ein knallhartes Geschäft sind. In dem Finanzbecken tummeln sich viele Haie und kleine Fische. Es ist leider gar nicht so sicher, zu welcher Kategorie man gerade gehört. Seien Sie vorsichtig! Wer es zu locker ohne gründliche Vorbereitung angeht, füttert die Haie. Wer sich trotz harter Rückschläge nicht den Spaß verderben lässt und bereit ist, lebenslang zu lernen, kann Freiheiten genießen, die es in keinem anderen Beruf der Welt gibt.

Mit den besten Wünschen                                             Steinfurt, den 9.09.09

Ihr

Heiko Aschoff

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Vita Heiko Aschoff

Heiko Aschoff, Diplom-Kaufmann, Jahrgang 1966, über 25 Jahre aktiv im Bereich Börse und Wirtschaft

Berufserfahrung

  • Pensionsfondmanager für bedeutende institutionelle Investoren mit Anlagevolumen > 7 Mrd. € wie die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe, das Versorgungswerk für die Mitglieder des Landtags NRW und die Ärzteversorgung für das Land Brandenburg
  • Privatdozent bei der Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsakademie und dem Genossenschaftsverband Hannover
  • Depot A Manager eines größeren Bankinstituts
  • Financial Consultant (Unternehmensberatung/AG)
  • Diploma of International Technical Analysis (Level 1)

Verbände

  • Alumni Club der Universität Münster. Gründungsmitglieder u.a. der damalige Bundesminister Wolfgang Clement und Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillman
  • Berufsverband für Technische Analyse (VTAD)
  • Dozententätigkeiten für die Bankakademien in Münster, Hannover und Forsbach (bei Köln)
  • Fachschaft Wirtschaftswissenschaften (Uni Münster)

Buchveröffentlichungen

  • Beck Wirtschaftsberater:
    “Aktienanalyse für jedermann” im dtv Verlag
  • FinanzBuch Verlag:
    “Die Investmentstrategien der Profis”
  • FinanzBuch Verlag:
    “Bis zum letzten Tropfen”

Eine Zusammenstellung weiterer Publikationen finden Sie in der Rubrik Veröffentlichungen .

Weitere Referenzen haben wir für Sie auf unserer Firmenwebsite Institutionell.info zusammengestellt.

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    • Bernhard: Gern geschehen. danke für den interessanten Blog!
    • Heiko Aschoff: Hallo Herr Kuiter, vielen Dank für den interessanten Link!
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