Geld verdienen mit Aktien

Der beste Analyst der Welt

Der beste Analyst der Welt

Angst verkauft sich gut, schadet aber dem Anleger

Gestern schloss der Dow Jones erstmals seit Ausbruch der Finanzmarktkrise wieder über  10.000 Punkten. Wer hätte das gedacht? Die vielen Untergangspropheten wurden eines besseren belehrt. Wieder einmal. Vor Monaten brüsteten sich einige mit Kurszielen von 5000, ja sogar 1000 Indexpunkten. Die Aufmerksamkeit war ihnen gewiss. Nur leider lässt sich mit solchen unfundierten Sprüchen kein Geld verdienen. Es hat bestenfalls Unterhaltungswert.

Dow Jones 10.000

Abbildung oben: Dow Jones 10.000 Punkte. Was für eine Rallye!

Vorsicht Infotainment!

Viele Anleger lassern sich von irrwitzigen „Prognosen“ irritieren. Schlechte Nachrichten genießen eine höhere Aufmerksamkeit. Bei der nächsten größeren Korrektur kriechen die Untergangsmessias wieder aus ihren Löchern. Das Spiel wiederholt sich. Wer solchen Aussagen kritiklos folgt, kann sich trösten: irgendwann bekommt jeder einmal Recht, aber was ist mit den unzähligen verpassten Chancen?

Der Markt ist der bessere Experte

Das ist kein Plädoyer für ein „Alles wird gut“, sondern nur ein Hinweis darauf, lieber der Prognosefunktion des Marktes zu vertrauen. Wie schlecht Analysten abschneiden, sollte mittlerweile jedem erfahrenen Anleger bewusst geworden sein. Diesmal ist alles anders? Ich empfehle die Lektüre von Grimm’s Märchen.

Weiter wie bisher

Wie geht es weiter an den Aktienmärkten? Ich mache mir natürlich Gedanken und habe so meine Vorstellungen, aber ich werde mich hüten, es dem Prognosewahnsinn der Experten gleichzutun. Mir reichen die Zeichen des Marktes. Und die stehen seit Monaten auf Hausse. Was braucht man mehr? Der Rest ist harte Arbeit, die mir glücklicherweise Spaß macht: Die Suche nach aussichtsreichen Aktien, die besser laufen als der Markt. Motto: Optimales Chance- / Risikoverhältnis. Trading ist manchmal ganz schön langweilig.

Wer ist da der Depp?

Die letzten Monate waren gekennzeichnet durch eine WahrnehmungsDivergenz: ein als schlecht wahrgenommenes wirtschaftliches Umfeld und steigende Aktien (wall of worry). Die Masse der Anleger und Profis sind außen vor. Manche Experten bezeichnen die Rallye sogar als Deppenrallye (eine Unverschämtheit – ich frage mich, wer da der Depp ist?).

Gute Nachrichen + steigende Kurse

Jetzt gehen wir langsam in eine Phase über, wo gute Nachrichten mit steigenden Kursen einhergehen. Der Gleichlauf ermutigt Skeptiker erste Engagements einzugehen. Diese Phase der Konvergenz wird einer erneuten Divergenz weichen: Dann besteht die Gefahr stagnierender oder fallender Kurse trotz guter Unternehmensnachrichten.

Fallende Kurse trotz guter Nachrichten

Reagieren Aktien vermehrt negativ auf objektiv gute Unternehmenszahlen, ist das für mich ein Warnhinweis für eine drohende Korrektur. Wann das passiert ist offen. Es bleibt nur die Möglichkeit, den Markt genauestens zu beobachten. Ich gehe mit Ihnen eine Wette ein, dass die Analysten aufgrund der tollen Unternehmenszahlen ausgerechnet dann mutig die Kursziele anheben und auf dem falschen Fuß erwischt werden. Ebenso die Anleger, die ihnen gläubig folgen.

Bravo, Mr. Market!

Auch wenn ich mich wiederhole: Ich kenne keinen besseren Analysten als den Markt selbst.

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