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Ein Rezept gegen steigende Benzinpreise

Ein Rezept gegen steigende Benzinpreise

Nie mehr steigende Benzinpreise? Schön wär’s! Welcher Autofahrer ärgert sich nicht angesichts der willkürlich anmutenden Preisschwankungen an der Zapfsäule? Das Auto stehen lassen und rauf aufs Fahrrad ist leider keine Lösung. Im Zeitalter der Mobilität und überforderter öffentlicher Verkehrssysteme bleibt vielen Berufspendlern nur das Auto.

Auf die Ölkonzerne zu schimpfen verschafft dem Ärger Luft, hilft aber nicht. Der Benzindurst des treuen Gefährts knabbert weiter am Geldbeutel. Zudem verdient Vater Staat kräftig beim Besuch der Tankstelle. Ohne Steuern wäre Normalbenzin nur halb so teuer.

Unsere mobile Nation ist ein Goldesel für die Staatsfinanzen. Statt ökonomisch zu haushalten, „bittet“ Vater Staat seine lieben Bürger zur Kasse. Was können wir tun, um der Willkür nicht hilflos ausgeliefert zu sein?

Der Kraftstoffpreis setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Wareneinstand, staatliche Abgaben und Marge. Auf die Marge der Konzerne und staatlichen Abgaben haben wir keinen direkten Einfluss. Bleiben noch die Warenpreise. Gegen steigende Rohstoffpreise kann man sich über Terminbörsen absichern. Da nicht jeder Autofahrer zum Rohstoffspekulanten mutieren möchte, empfehle ich eine andere Lösung. Warum sich nicht gleich an den führenden Ölmultis beteiligen? Eine internationale Mischung gut geführter Konzerne bietet die Chance auf attraktive Dividendenzahlungen und Kursgewinne.

Abbildung oben: Einen Querschnitt durch die Ölindustrie bietet der Amex Oil Index. Bitte nicht verwechseln mit dem ähnlich klingenden „Öl Index“ (Ölpreis).

Wer es übersichtlicher mag, greift zu ETFs, die die Ölbranche und den Ölpreis abdecken. Schon mit kleinen Anlagebeträgen kann man so bequem von den Wertsteigerungen einer bunten Zahl an Unternehmen profitieren.

Wie viel muss ich auf die Seite legen?

Weniger als man denkt. Der Benzinpreis ist von vielen Faktoren abhängig: Warenpreise, Steuern, Marge, US-Dollar, Wetter, Saisonalität usw. Halten wir es einfach. Bei 20.000 km Fahrleistung im Jahr, 10 Liter/100km resultieren rund 3000 Euro Benzinkosten. Bei einer willkürlich angenommenen Preissteigerung von 10 Prozent wären im Folgejahr 300 Euro mehr aufzuwenden.

Wenn Sie den Ölmultis einen Kursgewinn von durchschnittlich vier Prozent jährlich zutrauen und wir ein Prozent laufende Produktkosten abziehen, reicht ein Anlagebeitrag von 10.000 Euro aus. Bei einer durchschnittlichen Dividenderendite von drei Prozent sind es nur noch 5.000 Euro. Soviel zur Theorie.

Man kann das Spiel weitertreiben und andere Annahmen treffen, die den eigenen Vorstellungen näher kommen. Fakt ist, mit ein wenig Aufwand ist es möglich, sich gegen Benzinpreissteigerungen zu wappnen. Man muss es nur tun.

3 Kommentare
  1. Hallo Herr Aschoff,

    diese Gedanken verfolge ich seit einigen Monaten.
    Nicht nur im Sektor der Benzinpreise, sondern auch hinsichtlich meines Energieversorgers.

    Nur stellt sich mir die Frage, welcher Konzern, bzw. welche Aktie ist wirklich nah an der aktuellen Preisgestaltung.
    Wenn ich mir die Konzerne ansehe, machen diese eine Steigerung von 15%. Nicht schlecht. Gibt es eine spezifischen Fond, mit dem ich mehr als einen Konzern abdecken kann?

    Mit freundlichen Grüßen,
    T. Mertens

  2. Hallo Herr Mertens,

    Ihre Überlegung, sich hinsichtlich steigender Energiepreise ebenfalls abzusichern, finde ich sehr gut. Gerne würde ich Ihnen einen ETF oder Fonds nennen, der z.B den Energiebereich gut abdeckt. Leider erlaubt der Gesetzgeber diese Art der persönlichen Beratung nicht. Vielleicht schauen Sie einmal auf der Website der Börse Frankfurt vorbei. Unter ETFs wird einiges angeboten, was Ihren Vorstellungen entsprechen könnte.

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