Geld verdienen mit Aktien

Enteignung der Sparer und Pensionäre

Alte Tugenden sind in Vergessenheit geraten. Früher musste der Groschen hart verdient werden, bevor man ihn auf die hohe Kante legte. Heute wird das Geld ausgegeben, bevor es verdient wurde. Die weltweite Verschuldung bleibt nicht ohne Konsequenzen. Wer seine Anlagestrategie nicht darauf abstimmt, erlebt im Rentenalter eine böse Überraschung.

Aber man muss gar nicht so weit in die Zukunft blicken. Die geänderten Rahmenbedingungen betreffen uns alle. Heute und jetzt.  Nicht nur Amerika macht es vor, wohin Kredit(karten)exzesse führen.  Die hoch verschuldeten Staaten haben ein Interesse daran, sich elegant der Last zu entledigen. Ein bisschen mehr Inflation kommt da gerade recht. Je höher die schleichende Geldentwertung, desto erträglicher die Schulden. Auf der anderen Seite verlieren die Geldgeber (Anleger, Bürger), die keinen Inflationsausgleich plus Risikoprämie erwirtschaften.

Mit den niedrigen Zinsen auf dem Festgeldkonto oder Sparbuch schafft man keinen Vermögenserhalt – ganz zu schweigen von realem Vermögenszuwachs. Zumindest nicht in Zeiten, wo die Notenbanken zum Erfüllungsgehilfen der Politik mutieren und höhere Inflationsraten billigen. Aus Sicht des Staates wäre es nicht von Nachteil, wenn höhere Inflationsraten die reale Last der Pensionsansprüche seiner ehemaligen Staatsdiener schmälern.

Für die betroffenen Pensionäre ist das bitter, da man vor vollendete Tatsachen gestellt wird und nicht mehr gegensteuern kann. Noch schlechter stellt sich die Situation für BfA-Versicherte dar. Glücklich dürfen sich diejenigen schätzen, die in einem berufsständischen Versorgungswerk abgesichert sind. Zu sorglos sollte man dennoch nicht sein. Private Vorsorge tut Not.

Vielleicht mit der in Deutschland so beliebten Kapitallebensversicherung? Ich fürchte,  da wird es eine böse Überraschung geben. Abgesehen von der Intransparenz und hohen Kostenbelastung  investieren die Lebensversicherer am liebsten dort, wo in einem inflationären Umfeld große Gefahren lauern: Rentenpapiere.

Mit den staatlichen Rettungsorgien in Europa, der unsoliden Haushaltsführung in vielen Teilen der Welt nimmt das größte finanzielle Experiment seit dem 2. Weltkrieg seinen Lauf. Die Experten streiten darüber, welche Maßnahmen die Richtigen sind und wie es enden wird. Aber wer weiß das schon?

Solange eine erhöhte Inflation billigend in Kauf genommen wird, sollte in jedem Depot Substanz vertreten sein. Aktien gut geführter Weltkonzerne, Rohstoffe und erstklassige Immobilien gehören mit dazu. Reale Werte eben, als Gegenmittel zu Papierwerten, die nur durch Versprechungen des Staats gedeckt sind.

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