Geld verdienen mit Aktien

Hoffnungsschimmer ade?

Der Aktienmarkt verkraftete zu Wochenbeginn eine Reihe schlechter Nachrichten relativ gut. So führten die milliardenschweren Spekulationsverluste bei der UBS, der äußerst bescheiden ausgefallene ZEW Konjunkturindikator oder die jüngste Ratingherabstufung Italiens zu keinen panikartigen Verkaufswellen. Das sah vor Wochen noch ganz anders aus. Befinden wir uns schon in der Bodenbildungsphase wie einige Kommentatoren behaupten? Ich hätte nichts dagegen, steigende Kurse sind mir sympathischer.

Ich rate weiterhin zu Vorsicht. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Bärenmärkte sind heimtückisch. Es gehört zum Wesen von Bärenmärkten, in längeren Erholungsphasen die verschreckten Anleger erneut anzulocken, um dann im Gefühl der Sicherheit die nächste Abwärtswelle loszutreten. Es muss nicht so kommen, aber solange nicht weitere positive Signale folgen, sollte dem Kapitalerhalt oberste Priorität gezollt werden – vorrangig vor der Angst, etwas zu verpassen. Ist das Kapital verspielt, heißt es Game Over. Chancen gibt es dagegen immer wieder.

Wer bereit ist, sich notfalls schnell von seinen Anlagen zu trennen, kann in einer Bärenmarktrally lohnenswerte Spekulationen finden. Entpuppt sich die Bärenmarktrallye als Geburt der nächsten Hausse, wird sein Mut belohnt. Dennoch ist der Zug für den Investor nicht abgefahren.

Solange er sein Kapital bewahren konnte, kann er immer noch auf Schnäppchenjagd gehen. Im Frühstadium der Hausse sind die Regale prall gefüllt mit attraktiven Sonderangeboten. Zu warten, bis die Nebel der Baisse verschwunden sind, hat den Charme, die sich neu herauskristallisierenden Trends besser identifizieren zu können. Die alten Favoriten sind nicht unbedingt die neuen Favoriten. So wie Hausse und Baisse untrennbar miteinander verbunden sind, ist deren Übergang gekennzeichnet von zerstörerischem Wandel, der den Boden bereitet für die nächste Saat. Geduld und Disziplin sind in unserer schnelllebigen Zeit ein unterschätzter Renditefaktor.

  • PS: Wenn Sie sich fragen, warum wir so vorsichtig sind, dann werfen Sie einen Blick in unsere kostenlose Sonderstudie „Blitzgewitter oder Baisse“. Auf unserer Internetseite können Sie die Ausarbeitung herunterladen.

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