Geld verdienen mit Aktien

Zündet Pivotereignis nächste Kursrally?

Zündet Pivotereignis nächste Kursrally?

Das frische Börsenjahr bescherte uns leidgeprüften Aktionären einen grandiosen Auftakt. Kaum zu glauben, aber Aktien können sogar steigen. Einziger Wermutstropfen sind die gewohnt dünnen Umsätze in der Neujahrswoche.

Ob sich die freundliche Tendenz fortsetzt, dürfte sich ab der nächsten Woche zeigen. Dann sind die letzten institutionellen Investoren aus dem Urlaub zurück. Die Großanleger prägen die Marschrichtung. Ohne deren Unterstützung können schwerlich längerfristige Aufwärtsbewegungen entstehen.

Kaufen die Institutionellen?

Was mag in deren Köpfen vorgehen nach ein paar Wochen der weihnachtlichen Besinnung? Geht die gleiche Schuldenkrisen-Leier wieder los oder besinnt man sich auf erfreuliche Zahlen aus der Wirtschaft? Jedenfalls ist die Spannung bei vielen Aktien förmlich zu spüren. Bei meinen Aktienscans finde ich auffällig viele fundamental attraktive Aktien, die vom Kursverhalten her in eine explosive Entscheidungssituation hineinlaufen. Es sieht so aus, als bedarf es nur eines wichtigen Ereignisses (Katalysator), um einen marktbreiten Kursschub zu zünden.

Schuss ging nach hinten los

So etwas hatten wir schon einmal vor einigen Wochen. Leider führte der damalige Katalysator (starre Haltung von Frau Bundeskanzlerin Merkel und fehlendes Bekenntnis der EZB zur umfassenden Rettungsgarantie) zu einem Kursschub nach unten. Wie wird es diesmal sein?

Markt sucht Entscheidung

Abnehmende Volatilitäten, enge Kursspannen, Dreiecke usw. warten auf eine Auflösung. Im übertragenen Sinne handelt es sich um eine „marktbreite Volatilitätsausbruchsstrategie mit mittelfristigem Zeithorizont“. Sich vorher zu positionieren birgt das Risiko, völlig auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Es wird vermutlich schnell in eine Richtung gehen. Sicherer ist es, das Pivotereignis abzuwarten und sich im Einklang mit der Reaktion des Marktes zu positionieren.

Pivotereignis ante portas

Wie wichtig die Beachtung von Pivotereignissen ist, zeigt die letzte EZB-Geldmarktintervention. Ich hatte dargelegt, dass es sich dabei nicht nur um eine Stützungsaktion für Banken handelte, sondern um eine verdeckte Rettungsmaßnahme für Spanien, Italien & Co. Seit dieser Aktion (immerhin wurden fast eine halbe Billion Geldgeschenke verteilt) hat sich das Marktverhalten bedeutender Kapitalanleger zum Positiven hin verändert.

Kein Wunschkonzert

Jetzt sieht es so aus, als bräuchte der letzte Schub neue Impulse. Ich mache keinen Hehl daraus, dass mir steigende Kurse gefallen würden. Fundamental gibt es einige reizvolle Titel, aber was hilft es, wenn die Anlegergemeinde das (noch) nicht interessiert? Bestehende Positionen bleiben im Depot, aufgestockt wird erst, wenn der Markt mit Kursgewinnen auf ein Pivotereignis reagiert.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in das hoffentlich erfreulichere Börsenjahr 2012!

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