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Zwangsvorsorge? Nein danke!

Was sich gut anhört, könnte wieder einmal in einem finanziellen Fiasko auf unsere Kosten enden. Wenn der Staat uns wohlgemeint unter die Arme greifen will, wird es kompliziert und teuer. So zu befürchten bei der von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen  geplanten Zwangsvorsorge für Selbständige. Auch wenn es diesmal auf einen Teil der Selbständigen zielt, sollten nicht Betroffene wachsam bleiben.

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die nächste Sondersteuer, Gebührenerhöhung oder andere Zwangsmaßnahme auf ihren Geldbeutel abzielt ohne einen angemessenen Nutzen für Sie. Statt mehr Eigenverantwortung schreitet die Entmündigung des Bürgers voran.

Kompliziert und teuer

Die staatlichen Abenteuer in die Welt der Finanzen sind eine zweifelhafte Erfolgsgeschichte. Zwar kann man häufig gute Absichten erkennen, aber die Resultate sind bescheiden. Hubert Seiter, Chef der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, findet die richtigen Worte:

Viele Verbraucher empfinden das Zulagensystem als zu kompliziert und die Produkte als zu teuer. Tatsächlich fressen die Kosten vieler Policen einen erheblichen Teil der staatlichen Förderung auf. Wegen der Komplexität des Systems rufen viele Menschen die Förderung nicht ab, machen Fehler, sind irritiert und steigen aus dem System wieder aus. Das kann nicht Ziel der Altersvorsorge in Deutschland sein.

Quelle: Manager Magazin Online vom 21.3.2012, Deutschland braucht ein Vorsorgekonto, Autor Lutz Reiche

Bescheidene Rendite

Das Manager Magazin rechnet vor. Selbst bei den besten Produkten dürfte es schwer werden, die Inflation zu schlagen. Damit ist nicht einmal der reale Kapitalerhalt gewährleistet. Von Vermögensaufbau ganz zu schweigen.

Quelle: Manager Magazin Online vom 22.3.2012, Selbstständige müssen Staatsrente nicht fürchten, Autor Lutz Reiche

Mehr Eigenverantwortung bitte!

Wohin Planwirtschaft führt, haben wir in Deutschland gesehen. Der Glaube, von oben alles regeln zu können ist verführerisch, aber trügerisch. Wer, wenn nicht die Betroffenen selbst, haben ein Eigeninteresse daran, ihre Situation optimal zu regeln? Fehlt es an Wissen oder Einsicht, so sollte der Staat mit Aufklärungsarbeit die notwendigen Impulse setzen.

Entwicklungsland Deutschland

Es ist für mich unbegreiflich, wie stiefmütterlich der „richtige Umgang mit Geld“ bildungspolitisch in Deutschland behandelt wird. Schon in der Schule sollte unsere Jugend darauf vorbereitet werden. Am besten mit Erfahrungsberichten und praktischen Übungen aus dem wahren Leben.

Wer die Chancen und Risiken einzuschätzen lernt, kann sich selbst helfen oder fragt den Richtigen um Rat. Wirtschaftliche Kompetenz schadet nicht. So manche windigen Anlageprodukte hätten gar nicht erst eine Chance.

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