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Die Bedeutung von Pivotereignissen

Die Bedeutung von Pivotereignissen

Was machen die Großanleger?

Anfang Juli haben wir auf ein wichtiges Ereignis hingewiesen. Handelt es sich gar um ein Pivotereignis wie es der legendäre Spekulant Jesse Livermore formulieren würde, kann bei richtiger Interpretation der Grundstein für außergewöhnliche Gewinne gelegt werden. Treten solche Ereignisse auf, gilt es zu beobachten, ob es die bis dato vorherrschende Marktrichtung umkehren kann.
DAX seit letztem Pivotereignis

Abbildung oben: Entgegen der skeptischen Anleger aufwärts! Das letzte bedeutende Pivotereignis wirkt bis heute! Bei ausgesuchten Qualitätsaktien sieht es noch viel besser aus.

Bestätigt der Markt die subjektiv als Pivotereignis wahrgenommene Nachricht oder verneint er sie?

Im Grunde geht es darum herauszufinden, ob sich die Großanleger nach wichtigen Ereignissen neu positionieren und wie man davon profitieren kann.

Wie davon profitieren?

Aus diesem Grund möchte ich zum besseren Verständnis einen chronologischen Auszug aus meinem Börsendiensten der letzten drei Wochen wiedergeben, die das jüngste Pivotereignis ohne Börsentamtam beschreiben. Umso erfreulicher, dass es bis heute sehr gut angenommen wurde. Die Aktienmärkte konnten entgegen der Zweifler deutlich zulegen. Einzelne Qualitätsaktien sogar prozentual zweistellig. Schön, dass wir mit unseren Depots rechtzeitig positioniert waren, um davon möglichst lange zu profitieren.

Nicht nur kurzfristig lukrativ

Um welche Dimensionen es dabei geht, möchten wir mit einem Blick auf einen altgedienten Strategiedepotwert zeigen:

BAT mit Genussmitteln auf der Überholspur

Nachfolgend die relevanten Auszüge aus den Investment Ideen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der nächtlichen Krisensitzung in Brüssel wurden auf Druck Italiens und Spaniens Zugeständnisse beim Einsatz des Euro-Rettungsfonds erzwungen. Die Krisenländer dürfen sich Hoffnungen machen auf neue Finanzspritzen ohne restriktive Sparauflagen. Das klingt wie Hosianna in den Ohren der liquiditätssüchtigen Finanzmärkte. Das avisierte 120 Milliarden Euro Wachstumspaket avanciert zur Nebensache.

Märkte reagieren erleichtert

Die wichtigsten europäischen Märkte eröffneten Freitag sehr freundlich mit einer Aufwärtslücke. Mit den angedachten Maßnahmen wird Druck von den Zinsmärkten genommen. Niedrigere Zinsen verbessern die Refinanzierungs-möglichkeiten der Krisenstaaten.

Alimentierung, die nächste Stufe

Um es kurz zu machen: Der im Dezember letzten Jahres eingeschlagene Weg der monetären Alimentierung wird in Europa fortgesetzt. Damit nähert sich die Realität mit Riesenschritten unserer vertretenen These, dass nur die Notenbank (gemeint ist die EZB) in letzter Instanz mit einer „Garantieerklärung“ für Ruhe sorgen kann. Die gewonnene Zeit muss zur Beseitigung der Probleme genutzt werden.

Wichtiges Pivot Ereignis

Schon wieder ein Pivot Ereignis, das Aufschluss gibt über die Verfassung der Marktteilnehmer. Nachdem die letzten beiden wichtigen Ereignisse (Griechenland-Wahl und „Twist“ der US-Notenbank) vom Markt negiert wurden, läuft es diesmal besser an.

Die Märkte starteten mit einer Aufwärtslücke in den Freitagshandel. Die Kursgewinne wurden im Tagesverlauf sogar kräftig ausgebaut. Wall Street legte am Abend nach.  Ein gutes Zeichen, da Investoren die veränderte politische Rahmenlage zu Käufen nutzten, statt zu verkaufen.

Quelle: Auszug Investment Ideen Nr. 25 vom 1. Juli 2012

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Pivotereignis wurde bis zur Wochenmitte sehr gut angenommen. Die Hoffnung auf neue Finanzspritzen ohne restriktive Sparauflagen versetzte die Anleger in Kauflaune. Das war ein Vorgeschmack auf das Kursfeuerwerk was uns erwartet, wenn die Schuldenkrise endlich beherrschbar erscheint.

Spielverderber EZB

Am Donnerstag war der Spaß vorbei. Nach den Äußerungen der EZB ging den Märkten die Luft aus. Der erhoffte „Freifahrtschein“ für Anleihekäufe seitens der EZB wurde vertagt. Das politische Taktieren geht weiter. Nur die Zinsen wurden gesenkt. Was soll das bringen? Wir haben es nicht nur mit einer Schuldenkrise zu tun, sondern einer ernsten Vertrauenskrise.

Die EZB möchte mit niedrigen Zinsen den Interbankenmarkt ankurbeln. Verständlich. Doch wie soll das funktionieren? Die Banken vertrauen sich untereinander nicht mehr. Warum sollte eine Deutsche Bank überschüssige Liquidität bei einem anderen Institut über Nacht verzinslich anlegen, wenn die Rückzahlung ungewiss ist?

Muss es erst anbrennen?

Es war richtig, nicht mit der Restliquidität in den Markt zu springen. Mit der Haltung der EZB droht ein ernster Belastungstest. Aber vielleicht ist das politisch so gewollt, um den Handlungsdruck zu erhöhen. Wie auch immer, wir sind mit unseren Strategiedepots gut aufgestellt und können die Entwicklung gelassen verfolgen. Einige Strategiedepotwerte schlossen sogar am schwachen Freitag auf Allzeithoch. Aktuell besteht kein Handlungsbedarf.

Quelle: Auszug Investment Ideen Nr. 26 vom 8. Juli 2012

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Bundesverfassungsgericht nimmt sich die Zeit, sorgfältig die Klagen gegen den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und Fiskalpakt zu prüfen. Das ist auch gut so! Bisher wurden kritische Parlamentarier mit Totschlagargumenten („alternativlos, systemrelevant, schreckliche Folgen“ usw.) mundtot gemacht. Ein Armutszeugnis für unsere Streitkultur.

Pivotereignis bestätigt

Die Verzögerung birgt Risiken für die Märkte. Unsicherheit ist ein trefflicher Nährboden für Gerüchte und wilde Schwankungen. Umso erfreulicher, dass sich die Börsen gut gehalten haben. Den Anlegern scheint es zu gefallen, dass sich das oberste Gericht nicht unter politischen Druck setzen lässt.

Das in den letzten Ausgaben besprochene Pivotereignis hat auch diesen Belastungstest bestanden. Damit gibt es keinen Grund, Depotpositionen zu reduzieren. Im Gegenteil. Mit XXXX haben wir einen Neuzugang und dem ETF XXXX eine neue Kauforder.

Quelle: Auszug Investment Ideen Nr. 27 vom 15. Juli 2012

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