Geld verdienen mit Aktien

US-Technologie hängt DAX ab

US-Technologie hängt DAX ab

Europa leidet unter der Schuldenkrise. Schaut man auf die US-Technologiebörse NASDAQ, so könnte man meinen in Amerika sei alles besser. Der Schein trügt. Als Investor muss man jedenfalls neidlos anerkennen, dass es eine Reihe von Hightech-Firmen jenseits des Atlantiks gibt, deren Aktien Freude bereiten. Da der Technologiezug schon lange rollt, ist es an der Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Nasdaq 100 versus DAX

Abbildung oben: Die Nasdaq ist keine Einbahnstraße, aber per Saldo läuft sie dem DAX davon. Pickt man sich aus dem Index Einzelwerte heraus, sprechen wir über einige hundert Prozent Gewinnunterschied über die Jahre. Quelle: Market Maker

Kurzum: Bullen laufen immer noch

An der Nasdaq haben die Bullen das Zepter in der Hand. Mit 64% liegt der Bullish Percent Index (BPI) im Bullenterrain. Es ist weiteres Aufwärtspotential vorhanden. (Erläuterungen zur Systematik finden Sie am Ende des Beitrags).

Bullish Percent Index der NASDAQ 100 mit Status Bull Confirmed (64% per 29. August 2012). Quelle: www.stockcharts.com

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Die unterschiedliche Entwicklung der etablierten US-Technologiewerte im Vergleich zum heimischen DAX zeigt, dass es sich lohnt über den Tellerrand zu blicken. Zwar werden Birnen mit Äpfel verglichen, aber warum sollte man in eine Siemens aus dem DAX investieren, wenn man bessere Technologietitel zur Auswahl hat? Die Mühe der Aktienselektion lohnt sich. Es geht um sehr, sehr viel Geld.

Erläuterung der Systematik:

Man bezeichnet eine Aktie als bullisch, wenn das letzte Signal ein Kauf war (die letzte Säule von den „X“ übersteigt die vorhergehende Säule von „X“). Dagegen nennt man eine Aktie bärisch, wenn das letzte Signal ein Verkauf war (die letzte Säule von den „O’s“ fällt unter die vorhergehende Säule von „O’s“). Wenn die Mehrzahl der Aktien Kaufsignale zeigen ist das ein Hinweis, dass der Gesamtmarkt eher zu höheren Preisen tendiert. Gibt es dagegen mehr Aktien mit Verkaufssignalen, ist eher mit einem fallenden Markt zu rechnen. Besonders vorsichtig sein sollte man, wenn der Dow Jones Index neue Hochs produziert und sich der Bullish Percent Index in einer deutlichen Abwärtsbewegung befindet. Die besten Verkaufssignale erhält man, wenn der Bullish Percent über die 70% Marke steigt, um anschließend wieder 6% zu fallen und unter der 70% Marke schließt. Analog werden die besten Kaufsignale erzielt, wenn der Index unter die 30% Marke fällt, um anschließend 6% nach oben zu drehen und wieder über die 30% Marke steigt.

Es werden insgesamt 6 Marktzustände unterschieden:

1. Bull confirmed: Bullish Percent gibt ein Kaufsignal, indem eine Säule von X’s die vorherige Säule von X’s übersteigt. Im Idealfall liegt der Index über der 50% Marke. Ein Anstieg über die 50% Marke sagt uns, dass es mehr Aktien mit einem Kaufsignal gibt als mit einem Verkaufsignal.

2. Bull alert: der Bullish Percent steigt mehr als 6% von unterhalb der 30% Grenze, aber übersteigt nicht das vorherige Hoch oder den 50% Level. In dieser Phase erreichen viele Aktien ihre Tiefs, aber die Umkehrformation signalisiert uns, dass die meisten Tiefs erreicht wurden und wir mit höherer Wahrscheinlichkeit mit steigenden Preisen rechnen können. Aber Vorsicht! Viele Aktien neigen dazu, ihre Tiefs zu testen (kräftiger Pullback), ehe sie einen Aufwärtstrend einschlagen.

3. Bull correction: das Drehen in eine „O“ Spalte aus dem bull confirmed Status, wenn der Index unter 70% notiert.

4. Bear confirmed: wird definiert durch ein Fallen einer „O“ Spalte unter einen vorherigen Tiefstkurs oder ein Fallen unter den 50% Level. Ab hier bieten sich Leerverkäufe an. Longpositionen sollten gesichert werden.

5. Bear alert: Drehung des Bullish Percent in eine „O“ Spalte von oberhalb der 70% Grenze.

6. Bear correction: ist eine Pause innerhalb eines Abwärtstrends. Drehung nach oben in eine „X“ aus dem bear confirmed Status.

 

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