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Rückenwind für Edelmetalle und EZB-Pivotereignis

Rückenwind für Edelmetalle und EZB-Pivotereignis

So, nun ist es offiziell: Die EZB startet die nächste Runde der monetären Alimentierung. Ich fühle mich ein wenig in die achtziger Jahre zurückversetzt, wo die US-Notenbank vom damaligen Präsidenten Ronald Reagan mit ins Boot geholt wurde. Wiederholt sich die Geschichte auf europäischem Boden? Unterschätzen Sie nicht die Wirkung der Notenbanken auf die Anlagemärkte!

Kämpfen Sie nicht gegen die Notenbanken

Das gestrige EZB-Bekenntnis hat das Zeug zu einem großen Pivotereignis. Vergleichbar dem Drei-Jahres-Zinstender vor Weihnachten, wo die europäischen Banken mit billigen Krediten geflutet wurden. Das war die Auftaktveranstaltung für das Ende der Schuldenkrise in Europa – zumindest am Aktienmarkt.

Die Märkte reagierten Donnerstag mit einem Freudensprung, obwohl die Ankündigung keine wirkliche Überraschung war. Viel wurde im Vorfeld an den Märkten diskutiert. Halten die Märkte einigermaßen das Kursnivau vom Donnerstag, hat das Pivotereignis Bestand.

Und die Edelmetalle?

„Kann aus dem zarten Pflänzchen der Kurserholung mehr werden“, fragte ich in meinem Börsenblog vom 10. August (Goldminen – es tut sich etwas), nachdem ich meine institutionelle Kundschaft am 4. März und ein paar Tage später öffentlich im Blog gewarnt hatte. Mit dem gestrigen EZB-Notenbankbeschluss kann das Erstere nur bejaht werden. Die Kurs-Vorschusslorbeeren der letzten Wochen wurden nun monetär untermauert.

Rohstoff-Ranking: Gold wieder vorne

Rohstoff-Ranking Gold glänzt wieder

Gold hat sich in der Korrektur wesentlich besser geschlagen als die Goldminenaktien. Festigt sich Gold, gibt es keinen Grund, warum die Top-Player im Goldminenbereich nicht profitieren sollten. Vom Ranking her haben sie ordentliches Aufholpotential.

Vom letzten Tabellenplatz…

Rohstoff-Ranking

Halten Sie Ausschau nach frischen, wackeligen Aufwärtstrends!

Konzentrieren Sie sich auf die etablierten Top-Player. Dort fließt zuerst das Geld der Institutionellen hinein. Kleinere Werte sind zwar ebenfalls nicht ohne, aber noch riskanter als es schon die großen Minengesellschaften sind. Konsultieren Sie ihren Anlageberater.

Goldminen es wird spannend

Starke Player

Sie sind selten, aber es gibt sie. Letztes Mal hatte ich Randgold vorgestellt. Wie ist es bisher gelaufen?

Rangold wird akkumuliert

Randgold wird kräftig akkumuliert. Viel fehlt nicht mehr bis zum Allzeithoch. Und weil es so schön ist, ein Chart mit der langfristigen Entwicklung. So sehen Qualitätsaktien aus. Wer das verinnerlicht, gibt sich nicht mehr mit Durchschnittskost ab:

Randgold langfristig

Wünsche Ihnen ein erholsames, spätsommerliches Wochenende!

 

Anhang: Erläuterung zu den obigen Tabellen

„The trend is your friend“ lautet ein elementares Prinzip in der Technischen Analyse. Dahinter steht die Überlegung, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des alten Trends höher ist als dessen Umkehrung. Mit der Relativen Stärke lassen sich starke Trends identifizieren. Aber nicht nur Trendfolger haben ihre wahre Freude daran, sondern auch Antizykliker: Jeder Trend läuft einmal heiß und eine Gegenbewegung oder gar Trendbruch droht. Die Relative Stärke gibt wertvolle Hinweise auf interessante Handelsmöglichkeiten.

In den obigen Übersichten sind alle Werte nach der Relativen Stärke (RS) sortiert. Die Entfernung vom Hoch (Hoch 135/5) sowie der Abstand zum langfristigen Gleitenden Durchschnitt (Abstand GD 200) geben Hinweise darauf, ob noch Luft nach oben besteht oder eine Verschnaufpause droht. Eine Grundregel im Trading lautet, möglichst nicht gegen den Primärtrend zu handeln. Ein rotes Rechteck in der Spalte PT- weist auf einen primären Abwärtstrend hin. Steht in der Spalte GD 20 ein grünes Rechteck, liegt der Kurs über seinem 20 Tage Gleitenden Durchschnitt. Ein Indiz für einen kurzfristigen Aufwärtstrend. Nimmt die Relative Stärke zu oder ab? Die Spalte RS -20 zeigt die Relative Stärke vor rund einem Monat (RS-60 vor einem Quartal).

Die Kursveränderung seit Jahresanfang können Sie der Spalte „seit 1.1.12″ entnehmen. Interessant ist bei einer relativen Betrachtungsweise, ob der Rohstoff bzw. Index besser oder schlechter abgeschnitten hat als die Gesamtheit der meisten Rohstoffe. Die Spalte CRB 275 setzt den Titel ins Verhältnis zum Rohstoffindex CRB: Ein positiver Wert gibt in Prozent an, um den der betrachtete Titel nach 275 Handelstagen besser war als der Rohstoffindex. Die Sharpe Ratio ist eine beliebte Kennzahl aus der Portfoliotheorie. Sie misst, welche Überrendite ein Anleger bezogen auf eine Risikoeinheit im Betrachtungszeitraum erzielen konnte. Mit der Sharpe Ratio kann im Nachhinein ein Vergleich zwischen verschiedenen Anlagealternativen vorgenommen werden. Je höher die Kennzahl, desto besser.

(Datenquelle: Die Auswertungen wurden mit der Software Market Maker erstellt)

 

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