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Finanzspekulation mit Agrarrohstoffen

Finanzspekulation mit Agrarrohstoffen

Alarm oder Fehlalarm?

Die Ergebnisse eines Literaturüberblicks über empirische Forschungsarbeiten zur Finanzspekulation mit Agrarrohstoffen kommen zu dem Ergebnis, dass realwirtschaftliche Faktoren verantwortlich sind:

Gemäß aktuellem Erkenntnisstand sprechen nur wenige und zudem schwache Befunde für die Auffassung, dass die Zunahme der Finanzspekulation in den letzten Jahren (1) das Niveau bzw. (2) die Volatilität der Preise für Agrarrohstoffe hat ansteigen lassen. Hierfür waren vielmehr realwirtschaftliche Faktoren verantwortlich.

Zu diesem Ergebnis kommt das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) in seiner Studie.

6 Kommentare
  1. Na, das ist ja schön – dann können wir ja weiter ohne Gewissensbisse (Gewissen? Was war das noch…) mit den Lebensmitteln der Ärmsten spekulieren, wenn irgendwelche gefakten Gefälligkeitsgutachten unsere Westen weiß waschen… „Frohes Fest“ dann noch… Cheers, Chantal

  2. @ chantal

    Jeder baut sich die Welt wie Sie Ihm gefällt…

    BG
    lionx

  3. Hallo Chantal
    warum so bissig? Man kann zu dem Thema natürlich sehr kontrovers diskutieren. Aber warum gleich anderen das Gewissen absprechen?
    Als Landwirt spekuliere ich nicht mit Agrarrohstoffen. Aber die Börse ist in den letzten Jahren immer notwendiger geworden, um die extrem hohen Preisausschläge abzusichern. Der Preis reguliert in freien Märkten die Menge, und wenn z.B. Weizen knapp ist wird er teuer. Das veranlaßt Landwirte auf der ganzen Welt, mehr Weizen anzubauen und z.B. weniger Weizen an Tiere zu verfüttern. Erst dadurch kann die Menge wieder steigen und der Preis dadurch wieder sinken.
    Die Agrarpreise sind auch nicht hoch. Nach jahrzehntelanger Mengensteuerung durch Brüsseler Bürokraten und dadurch sehr niedrigen Preisen finden die Getreidepreise nur wieder ihren echten Marktwert.

    Natürlich muß man einigen Marktteilnehmern auf die Finger sehen. Meiner Meinung nach insbesondere allen, die hochgehebelt mit fremdem Geld Positionen aufbauen, die den physischen Markt nicht mehr wiederspiegeln. Das ist in der Vergangenheit meines Wissens z.B. durch Hedgefonds am Ölmarkt geschehen.
    Es müssen allgemein Wege gefunden werden, daß Marktteilnehmer ihre Entscheidungen selbst verantworten und im Mißerfolgsfall auch ausbaden müssen so wie jeder kleine Unternehmer oder Landwirt. Also auch eine Insolvenz für Hedgefonds und Banken/Schattenbanken und eine Verantwortung für Manager, die mit Fremdkapital die Welt aus den Angeln heben wollen.
    Frohe Weihnachten an alle und herzlichen Dank an Herrn Aschoff für die vielen interessanten Informationen in diesem Blog.

  4. @Bernhard
    Vielen Dank für die ausgewogene und interessante Darstellung!

    Ich wünsche allen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest, Gesundheit und ein erfolgreiches Börsenjahr 2013!

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