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Zertifizierung von Produkten: SGS als weltweiter Anbieter

Zertifizierung von Produkten: SGS als weltweiter Anbieter

Der etwas andere TÜV: Prüfungen durch die SGS

Die meisten Produktionsprozesse und Waren lassen die jeweiligen Firmen von Spezialisten prüfen und zertifizieren. Sie erkennen daran, inwieweit sie Effizienzpotenziale realisieren können und ob sie gesetzliche Vorschriften erfüllen. Die Verbraucher können sich wiederum sicher sein, dass sie unbedenkliche Produkte erwerben. Für viele solcher Prüfverfahren zeichnet sich der Schweizer Konzern Société Générale de Surveillance mit Hauptsitz in Genf verantwortlich. Rund 79 000 Experten untersuchen rund um den Globus Waren.

Die Ursprünge im Briefverkehr und Getreidehandel

Erst seit 1919 firmiert die SGS unter dem heutigen Namen, doch die Geschichte begann früher. 1878 gründeten sich separat voneinander die zwei Vorgängerfirmen. Die eine stellte eine Kooperation aus mehreren Unternehmen dar, welche den Briefverkehr standardisieren und Streitfälle beim Getreideverkauf schlichten wollten. Die andere wurde von einer Einzelperson aus Lettland geschaffen, welche als Dienstleister zur Kontrolle von Getreidelieferungen auftrat. Nach dem raschen Zusammenschluss weiteten die Besitzer die Geschäftstätigkeit im 20. Jahrhundert immer weiter aus, zuerst auf Rohstoffe wie Erze und Öl.

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Warum die SGS Milliarden verdient

Mittlerweile handelt es sich bei der SGS, die seit 1985 als Aktiengesellschaft an der Börse notiert, um ein komplexes Gebilde mit zehn Geschäftsbereichen. In fast allen bedeutenden Wirtschaftssektoren bietet der Konzern seine Prüf- und Zertifizierungsdienste an.

  • Die Beschäftigten des Bereichs „Agriculture“ beschränken sich nicht mehr auf Getreidetransporte, sie helfen beispielsweise auch bei der Entwicklung und der Kontrolle von Saatgut.
  • Die Spezialisten im Bereich „Consumer Testing“ prüfen Produkte wie Haushaltsgeräte unter anderem auf die Sicherheit. Hier übernimmt die SGS die gleichen Aufgaben wie die in Deutschland bekannte Institution TÜV.
  • Starkes Wachstum verzeichnet der Konzern im Geschäftsfeld „Environmental“, in dem es zum Beispiel um Umweltverträglichkeitsprüfungen zur Vorlage bei Behörden geht.
  • Die Untersuchung von Arzneimitteln und einzelnen Inhaltsstoffen organisiert das Unternehmen im Sektor „Life Science“.

Globale Präsenz: Rund 1500 Niederlassungen

Die SGS unterteilt sich in zehn regionale Sektoren. Diese Abteilungen managen die insgesamt 1500 Niederlassungen in etwa 120 Staaten. Mit dieser Organisation deckt die Aktiengesellschaft alle fünf Kontinente ab. Um Deutschland, Österreich und die Schweiz kümmert sich der für Westeuropa zuständige Chief Operation Officer, der dem Regionalverband vorsteht.

Stabiles Geschäftsumfeld, Zertifizierungen bedarf es immer

Ein Blick auf die Unternehmensdaten zeigt, dass Käufer von SGS-Aktien in eine sich nachhaltig entwickelnde Firma investieren. Vorübergehende Einbrüche beim Umsatz und Gewinn bleiben im Gegensatz zu anderen Unternehmen beim Schweizer Konzern aus. Das liegt zum einen an der Notwendigkeit von Prüfungen und Zertifizierungen, vielfach bestehen die Gesetzgeber darauf. Wenn Betriebe neue Produkte einführen, können sich Gesellschaften wie die SGS auf Aufträge freuen. Zum anderen hat sich die SGS längst als Großanbieter dieser Dienstleistungen am Markt etabliert und engagiert sich in vielen Geschäftsbereichen und Regionen, sodass Nachfragerückgänge in einzelnen Feldern kaum ins Gewicht fallen.

Weitere Informationen zum Unternehmen SGS und zur Aktie.

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