Geld verdienen mit Aktien

Akkumulation – starke Hände greifen zu

Akkumulation – starke Hände greifen zu

Institutionelle auf der Käuferseite

An der Börse ringen Angebot und Nachfrage ständig um ein Gleichgewicht. Der Preis wird so lange steigen (bzw. fallen) bis beide Parteien ausgeglichen sind. In Krisenzeiten wechseln Aktien aus schwachen Händen in starke Hände, die kapitalkräftigen Investoren mit langem Atem.

Der Stärkere gewinnt den Kampf…

…aber nicht zwangsläufig die Schlacht! Akkumulation ist keine Garantie für steigende Kurse. Im Grunde heißt es nur, dass die finanziell besser gestellte Seite von einer Aktie überzeugt ist und mit ihrer Kaufkraft den Favoriten hochjagt.

Häppchentaktik

Großanleger haben einen prall gefüllten Geldbeutel. Wenn Institutionelle Aktien attraktiv finden, beginnen sie nach und nach zu kaufen. Darum heißt es akkumulieren. Man erwirbt vorsichtig seine erkorenen Favoriten, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Man muss schließlich große Volumina unterbringen – ohne sich den Einstandspreis zu ruinieren. Genau das würde passieren, wenn Trader und Konkurrenten davon Wind bekämen.

Am liebsten Panik

Ideal sind schlechte Nachrichten, der x-te angekündigte Weltuntergang oder die üblichen Börsenpaniken. Dann schlägt die Stunde des Smart Money. Überdurchschnittliche Volumina wechseln den Besitzer. Das Großkapital sammelt attraktive Wertpapiere ein, die das breite Publikum aus Angst verscherbelt.

Akkumulation in normalen Zeiten

Betrachten Sie den Chart von Herbalife. Im unteren Teil sind die Börsenumsätze eingezeichnet. Im Dezember gönnt sich die Aktien eine Verschnaufpause nach dem Anstieg. Im Frühjahr nutzen Institutionelle mehrfach die Gelegenheit für unauffällige Zukäufe. Das Volumen zieht überdurchschnittlich an, ohne den Kurs zu sehr nach oben zu treiben.

Herbalife mehr Akkumulation als Distribution

Auf die Dosis kommt es an

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Mehren sich dagegen die Akkumulationstage und zeigt sich die Aktie stabil, besteht die Chance auf eine Beschleunigung des Aufwärtstrends. Trocknet das Angebot aus, kommt es irgendwann zu auffälligen Kurs- und Volumenspitzen.

Akkumulation am Gesamtmarkt

Das Phänomen der Akkumulation tritt ebenso bei bedeutenden Indizes auf. Auch hier gilt: Die Dosis bestimmt die Wirkung. Je häufiger und je weiter über dem durchschnittlichen Börsenvolumen das Akkumulationsverhalten, desto wahrscheinlicher ist eine Bodenbildung oder Beschleunigung des Aufwärtstrends. Gleiches gilt, wenn immer mehr führende Aktien Akkumulation aufweisen.

Licht am Ende des Tunnels

Achten Sie auf vermehrte Akkumulation. Das kann der Vorbote einer Aufwärtsbewegung bzw. Stabilisierung nach Kursverlusten sein. Eine Garantie dafür gibt es nicht. Institutionelle sind auch nur Menschen und können sich irren.

Das Gegenteil: Distribution – Gefahr für Ihr Geld

Während Akkumulation für Anleger von Vorteil ist, droht bei Distribution Gefahr für Ihr Geld.

Hinweis: Bitte verwechseln Sie die hier beschriebene Akkumulation nicht mit dem gleichnamigen Kaufhinweis von Analysten. Beide haben nichts miteinander zu tun.

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