Geld verdienen mit Aktien

Allzeithochs weisen den Weg

Allzeithochs weisen den Weg

Außergewöhnliche Gewinne oder Hochstapler?

Wenn eine Aktie von Allzeithoch zu Allzeithoch eilt, dann ist das ein positives Urteil des Marktes über die Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Natürlich kann die Einschätzung falsch sein, aber es lohnt sich, nach den Ursachen einer außergewöhnlichen Kursentwicklung zu forschen.

Freewheeler – the sky is the limit

Wenn eine Aktie ein Allzeithoch erklimmt, gibt es keine Aktionäre, die vormals zu höheren  Kursen gekauft haben. Damit fehlen jene Anleger, die sehnsüchtig darauf warten, ihre Altbestände wenigstens zu den Einstandspreisen los zu werden. Es existiert kein Angebotsdruck jenseits des Allzeithochs. Charttechniker würden es als fehlenden Widerstand bezeichnen. Das macht Freewheeler („Freiläufer“) so interessant. Der Weg nach oben ist frei!

Hier noch einsteigen?

Abbildung 1: Würden Sie nach der Kursverdopplung sofort einsteigen, einen großen Rücksetzer abwarten oder lieber eine stark gefallene Aktie („preiswerter“) vorziehen?

Unterstützende Prophezeiung

Der LunRo-Chart vieler Freewheeler bestätigt die Erwartung, dass einem Allzeithoch weitere Gewinne folgen. Damit wird sie zur Belohnung und Bestätigung für investierte Anleger. Gleichzeitig ist die Rekordfahrt ein Signal für weitere Anleger, auf den fahrenden Zug zu springen. Diese positive Rückkopplung verstärkt die Kursschwankungen. Wird die Erwartungshaltung verfehlt, werden investierte Anleger doppelt enttäuscht: Keine „Belohnung“, keine „Bestätigung“ und kein “Signal“ für neue Käuferschichten.

(LunRo = Kursverlauf im Chart von links unten nach rechts oben)

Wilder Bullenritt

Selbst wenn das Unternehmen grandios prosperiert, der Weg von links unten nach rechts oben im LunRo-Chart verläuft unter nervenaufreibenden Schwankungen. Kursexzesse nach oben wechseln sich mit Panikverkäufen ab. Wer glaubt, Geldverdienen sei leicht mit solchen außergewöhnlichen Aktien, hat vermutlich noch die die Höhen und Tiefen im eigenen Depot durchlebt.

Zu teuer, zu hoch, zu riskant

Zu allem Übel weisen solche Aktien häufig hohe KGVs auf und notieren nahe den Höchstständen. Das widerspricht der menschlichen Intuition, Hochwertiges zu niedrigen Preisen ergattern zu wollen. Vergessen Sie das bei Freewheelern! Eine Kodak, Microsoft oder Apple galten nicht nur zu Beginn der Sturm & Drang Zeit als überbewertet. Die stärkste Phase des Kursanstiegs wurde ständig von „zu teuer, zu hoch, zu riskant“ begleitet.

Apple - ein prominenter Freewheeler, der in die Jahre gekommen ist

Abbildung 2: Apple ist ein prominenter Freewheeler, der in die Jahre gekommen ist. Beachten Sie auf der rechten Skala den prozentualen Kursgewinn. Der rote Rahmen markiert den Bildausschnitt der Abbildung eins.  

Kein Heiliger Gral der Geldanlage

Aktien, die auf neue Allzeithochs ausbrechen, sind kein Freifahrtschein. Manchmal täuschen sie nur an, fallen zurück und brauchen Monate bis es kräftig aufwärts geht. Im schlimmsten Fall geht es abwärts. Wäre es leicht, die besten Freewheeler zu handeln, würde wohl keiner mehr zur Arbeit gehen.

Allzeithoch-Sammler

Aktien in der Nähe eines Allzeithochs sind eine Analyse wert. Nicht immer offenbaren sich sofort die wahren Qualitäten, warum eine Aktie (Unternehmen) so gut läuft. Eins ist jedenfalls klar: Die größten Gewinner haben gemeinsam, dass sie auf dem Weg zum Kurs-Olymp ständig neue Allzeithochs erreicht haben. Das relativiert die Frage nach dem „zu hoch“. Denken Sie darüber nach.

19 Kommentare
  1. Eine interessante Studie von BlackStar Funds im Blog von Meb Faber. Achten Sie auf die „Fat Tails“. Die Studie belegt die Bedeutung von Allzeithochs als wichtiges Indiz von Gewinneraktien.

    http://mebfaber.com/2008/12/02/the-capitalism-distribution-fat-tails-in-action/

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