Nvidia – von Grafikkarten zu Künstlicher Intelligenz

Grafikprozessoren für die da Vincis und Einsteins von heute

Das US-amerikanische Unternehmen Nvidia entwickelt Grafikprozessoren und Chips für PCs und Spielekonsolen. Die Nvidia Corporation mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien, besitzt keine eigenen Produktionsstätten. Partnerunternehmen fertigen die Nvidia-Produkte. Seit 2006 ist Nvidia das einzige unabhängige Unternehmen im Segment der Grafikprozessoren. Doch damit nicht genug. Nvidias strategischer Blick richtet sich schon länger auf die Künstliche Intelligenz. Bereits 2019 erzielte das Unternehmen 27 Prozent seines Umsatzes im Segment Künstliche Intelligenz und Rechenzentren. Das macht die Aktiengesellschaft für Sie als Aktionär interessant.

NVIDIA Profiteur der digitalen und virtuellen Welt

Alles begann mit Grafikkarten für den PC

Die US-Amerikaner Chris Malachowsky, Jen-Hsun Huang und Curtis Priem gründen im April 1993 gemeinsam Nvidia. Sie setzten darauf, dass Spiele und Multimedia in Zukunft vorwiegend über den PC genutzt werden. Curtis Priem hatte mit dem IBM Professional Graphics Adapter den ersten Grafikprozessor für den PC entwickelt. Unter Gamern gelten die hochwertigen Nvidia Grafikkarten heute inzwischen als bevorzugte Ausstattung für ihren Gaming-PC.

Nvidia Modellfamilien erobern den Markt

Nach Kooperationen mit dem Spielehersteller Sega und dem Technologieunternehmen Microsoft kommt für Nvidia 1997 eine entscheidende Phase. Das junge Unternehmen entwickelt mit RIVA 128 den ersten 128-Bit-3D-Prozessor der Welt. Dieser hält Einzug als OEM-Treiber in Windows Betriebssysteme. In nur vier Monaten werden über eine Million Einheiten verbaut. Auf die RIVA-Familie folgt 1999 die GeForce-Modellreihe. Grafikkarten für Notebooks vertreibt Nvidia unter den Namen GeForce Go und Geforce M. Für Mobiltelefone bietet Nvidia die GoForce-Serie. Der Markennamen Quadro steht für professionelle Einsätze an Workstations.

Übernahmen sichern Wachstum

Strategisch platzierte Übernahmen bringen Nvidia Wachstum und neue, zukunftsträchtige Segmente. Einige Beispiele: 2003 übernimmt Nvidia mit MediaQ den Marktführer von Grafik- und Multimedia-Technologien für mobile Endgeräte. 2007 kauft sich Nvidia mit Übernahme der Mental Images GmbH in Berlin eine der Schlüsseltechnologien im Bereich Spielegrafik ein. 2019 übernimmt Nvidia seinen israelischen Konkurrenten Mellanox und stärkt damit sein Cloud-Geschäft und sein Vordringen in die Bereiche Künstliche Intelligenz und Home-Entertainment.

Nvidas Engagement während der Corona-Pandemie 2020

Im März 2020 ruft Nvidia seine Gamer-Community dazu auf, einen Beitrag zur Erforschung eines Impfstoffs gegen das Covid-19 Virus zu leisten. Auf Initiative der Stanford University können Gamer ein Programm installieren, das aufwendige Protein-Simulationen durchrechnet. Daran nehmen so viele Gamer teil, dass anfangs sogar die Server zeitweise überlastet sind. Zeitgleich überlässt Nvidia seine Genom-Analyseplattform Parabricks der Wissenschaft 90 Tage kostenfrei zur Nutzung. Während das Analysieren von Genom- und Chromosomsequenzen normalerweise Tage dauert, benötigt Parabricks laut Nvidia dafür nur eine Stunde.

1 Kommentar
  1. Danke für den Beitrag. Ich habe Nvidia schon länger auf der Watchlist. Der Artikel hat nochmal Licht ins Dunkel gebracht 🙂

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