Hausse statt Weltuntergang

Arme Permazweifler

Auszug aus den Investment Ideen vom 19. April:

Vor vier Wochen ging die Welt unter. Zumindest am Aktien­markt. Das US-Börsenbarometer verlor in der Spitze vom Allzeithoch im Rekordtempo 40 Prozent. Kürsstürze hat es immer gegeben, aber das Tempo war atem­beraubend.

Gleichzeitg verbreitet eine Pandemie Angst und Schrecken. Das gesellschaftliche Leben ist im Ausnahmezustand. Die Vollbremsung trifft die Weltwirtschaft härter als in der großen Depression in den 30er Jahren. Im Gegensatz zu damals können wir heute die wirt­schaftlichen Folgen besser bekämpfen – vorausgesetzt, die Politiker und Notenbanken in den führenden Nationen ziehen an einem Strang:

  • Aufrechterhaltung der Kauf­kraft, vorüber­gehende Stützung gesunder Unternehmen und Liquidität für alle

Volkswirte mögen mir die extreme Ver­einfachung ver­zeihen, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Ich zitiere aus der letzten Strategie­ausgabe:

Die Politik hat aus der Finanzmarktkrise 2008 gelernt, wo man zu zögerlich handelte. Jetzt zieht man sofort alle Register. Psychologie ist der Schlüssel, Liquidität das Schmiermittel.

Und wo stehen die Aktien heute?

Vier Wochen nach dem Märztief haben sich die Aktienmärkte rasant erholt. Die ersten Anleger haben Angst etwas zu verpassen. Kauf­panik macht sich breit. Was für ein Stimmungsumschwung!

  • Unsere favorisierte These wird vom Markt bestätigt. Wir haben den ersten Rallyeschub hinter aus.

Die Chance ist gegeben (Bestätigung abwarten!), dass bereits nach Konsolidierung des ersten Rallyeschubs eine Hausse erwachsen kann. Seien Sie gewarnt, selbst das optimistischste Szenario kann uns in den Sommer hinein mit wilden Schwankungen beglücken.

Unsere favorisierte Anlagethese wurde vom Markt be­stätigt. Sie bleibt bis zur Widerlegung / Modifikation unsere Invest­ment­­richtschnur. Zum Nachlesen zitiere ich den Fahrplan weiter unten. Bleibt es dabei, werden wir bald unsere Restliquidität mit Zukäufen in aus­gesuchte Werte abbauen. Mehr dazu nächste Ausgabe oder zwischendurch.

Was lehrt die Achterbahn der Emotionen wieder einmal?

Erfolgreiche Strategie schlägt Emotionen – wenn man sich daran hält! Falls Sie beim Blick aufs Aktiendepot cool geblieben sind, mein Kompliment! Mir wurde mulmig dabei, obwohl es nach über dreißig Jahren Börsenzirkus nicht das erste Drama war. In solchen Zeiten zeigt sich ganz besonders der Wert einer erprobten Anlagestrategie. Ohne Halt, ohne Regeln, läuft jeder Anleger Gefahr, vom Markt ausgetrickst zu werden und alle seine besten Stücke unglücklich zu verscherbeln.

Amazon es bedarf keiner heißen Aktien für den Vermögensaufbau

Abbildung oben: Amazon zeigt sich unbeeindruckt von der Corona­krise. Allzeit­hoch! 628 Prozent Gewinn seit Musterdepotaufnahme in 2014. Amazon profitiert sogar von der Krise. (Hinweis: Der Chart wurde aktualisiert. Buchgewinn inzwischen jenseits der 700 Prozentmarke).

Textauszug Ende (Quelle: Investment Ideen vom 19. April 2020)

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