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Solarstrom pfui – Windkraft hui?

Die Bundesregierung scheint eine Kürzung der garantierten Abnahmepreise für Solarstrom von rund 16 Prozent ab April dieses Jahres zu planen. Der Markt zeigte sich überrascht, ging man hier eher von nur Minus 10 Prozent aus. Prompt purzelten am Freitag die Kurse der Solarfirmen, weil aufgrund des Preiskampfes die Marge leiden wird. Diesem Preisdruck sind besonders die Modul- und Zellenhersteller ausgesetzt. Die Ausrüster mit Know-how-Alleinstellungsmerkmalen kommen glimpflicher davon. Exklusive Produktionsverfahren lassen sich nicht so leicht von den Wettbewerbern aus Asien kopieren.

Chancen könnten sich bei Letztgenannten ergeben, sobald sich der Markt beruhigt hat. Jetzt besteht die Gefahr, dass alle Solarfirmen in Sippenhaft genommen werden von der verschreckten Anlegerschar. Achten Sie auf Nischenanbieter, deren Kurse sich dem widersetzen können. Welche Solarsektoren könnten sogar profitieren?

Dabei denke ich an ein Segment, das leider sehr markteng ist und nur zwei, drei AGs auf unserem heimischen Kurszettel gelistet sind. Sollten sich die Fonds darauf einschießen, sehen wir ein Kursfeuerwerk. Ich verzichte deshalb auf die Nennung der Firmen, da sonst die Gefahr von irritierenden Kursexessen besteht.

Eine „Renaissance“ könnte die Windenergie erleben. Bisher dümpeln die Kurse der Branchengrößen vor sich hin. Während Windkraftanlagenhersteller wie Nordex oder Vestas im Dornröschenschlaf verweilen, kommt bei Repower frischer Wind auf. Leider ist die Aktie aufgrund der Mehrheitsbeteiligung von Suzlon äußerst launisch.

Es könnte sich für Investoren lohnen, neben den Sonderstories im Solarsektor die Windkraftanlagenhersteller im Auge zu behalten. Sollten die Kurse ohne ersichtlichen Grund anziehen, dürfte das ein Hinweis sein.

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