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Heiko Aschoff's Börsenblog

Aktien oder Anleihen?

Wer gut essen will, kauft Aktien, wer gut schlafen will, kauft Anleihen,

wusste schon Börsenaltmeister Kostolany. Doch ist dem wirklich so?

Ein Blick in die Vergangenheit scheint die These zu bestätigen. Während ein Mix aus deutschen Qualitätsanleihen, gestreut über unterschiedliche Laufzeiten, einen relativ gleichmäßigen Ertrag abwarf, fuhren Aktienbesitzer Achterbahn.

Der REXP misst der den gesamten Anlageerfolg am deutschen Rentenmarkt. Der Index berücksichtigt Kursveränderungen und reinvestiert täglich den durchschnittlichen Jahrescoupon.

Wer die letzten zehn Jahre auf die populäre Kaufen-und-Halten-Strategie vertraute, hatte mit  deutschen Qualitätsaktien gerade so sein Kapital erhalten. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Spesen und Gebühren knabbern an der Rendite. Hinzu kommt der Kaufkraftschwund. 100.000 € sind dank der Inflation nicht mehr das, was sie früher einmal waren. Unterschätzen Sie nicht die schleichende Wirkung der Inflation. Über die Jahrzehnte kommt da etwas zusammen, was selbst berühmte Aktiencrashs nicht schaffen.

Anleihebesitzer konnten das Thema Geldanlage bezogen auf den REXP wesentlich entspannter angehen. Aber: in den letzten einhundert Jahren lag die reale Rendite deutscher Anleihen um die Null Prozent. Der gute Schlaf wurde erkauft mit einer miserablen Rendite. Nur wer erfolgreich Markttiming betrieb, konnte sich über satte Gewinne erfreuen. Das war bei Aktien nicht anders.

Die Aktien- und Rentenmärkte haben längst ihre Unschuld verloren. Das wird in Phasen der Ruhe gerne vergessen, aber wenn eins sicher ist an den Kapitalmärkten, die nächste Krise kommt bestimmt. Keine Hausse ohne Baisse.

Nur wer seinem Geld ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit schenkt, eine kluge Vermögensaufteilung auf unterschiedliche Anlageklassen betreibt und Markttiming nicht vernachlässigt, hat die Chance auf langfristig überdurchschnittliche Renditen. Wer auf diese Mühen verzichtet, braucht entweder sehr viel Glück oder lässt sich von den nominellen Renditen blenden. Ein guter Kaufmann denkt immer auch daran, was er mit anderen Investments hätte verdienen können. Sind 6% Rendite wirklich viel, wenn man mit anderen Anlageformen in der gleichen Zeit ein Vielfaches verdienen konnte?

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