Geld verdienen mit Aktien

Crash ante portas?

Wenn Bilder täuschen

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Doch manchmal locken sie einen auf die falsche Fährte. Der folgende Chart macht die Runde. Er vergleicht den Dow Jones aus dem Jahre 1928 bis 1929 (schwarz) mit dem aktuellen Kursverlauf (rot).

Im Gleichschritt

Auf den ersten Blick fällt die Ähnlichkeit auf. Wenn sich die Geschichte wiederholt, dürfte der Kursverlauf bei Aktienfans für Unruhe sorgen. Demnach stünde ein Crash bevor. Ist das wirklich so einfach?

 

Geschichte ist lehrreich

Keine Frage, ein Blick in die Geschichtsbücher ist immer gut. Menschen verändern über Jahrtausende gewachsene Verhaltensweisen nicht über Nacht. Insofern kann der Kursverlauf als Abbild menschlicher Verhaltensweisen Relevanz erlangen.

Studieren Sie die Geschichte, aber sehen Sie nicht mehr darin als einen wertvollen Fingerzeig im Puzzle der Kursprognose. Geschichte reimt sich, aber wiederholt sich nicht.

Chartakrobatik

Die Welt ist komplex. Es wäre wohl der Traum eines jeden Chartlesers, wenn man aus den Kurven der Vergangenheit die Zukunft lesen könnte. Bevor die Anhänger der Fundamentalanalyse Beifall klatschen, ich halte die Beobachtung der Marktbewegungen in Kombination mit fundamentalen Überlegungen für äußerst hilfreich. Im Sinne von Wahrscheinlichkeitsüberlegungen.

Vorsicht, Ego-Falle!

Bitte keine Hellseherei, sondern konsequenter Abgleich mit dem Markt. Die Analysen müssen permanent einem Realitätstest unterworfen werden. Bestätigt die Marktentwicklung die Einschätzung? Wenn nicht, der Markt hat Recht! Er kennt nicht unsere Vorlieben, aber er ist der Zahlmeister, wenn wir auf ihn hören statt unserem Ego zu folgen.

1929er Crash ist nicht 2014

Zurück zum obigen Chart. Vergleichen Sie die unterschiedliche Skalierung links und rechts. Vor dem 1929er Börsencrash (schwarze Linie) hat sich der Dow Jones verdoppelt. Der heutige Dow Jones schaffte dagegen bisher nur rund 25 Prozent in dem gleichen Zeitraum.

Der erste Eindruck täuscht

Würde man diesen gravierenden Unterschied im Chart entsprechend darstellen, dann verliefe der aktuelle Kursverlauf (rot) fast waagerecht, während der 29er (schwarz) sehr steil nach oben ginge und hoch von der Decke auf den roten Chart herunterplumpst.

Fazit: Der erste Eindruck täuscht gewaltig! Es ist ein großer Unterschied, ob sich ein Index mal eben verdoppelt hat und dann einbricht, oder ob er es in dem Zeitraum mit einem Viertel des Tempos nicht übertrieben hat. Der Chart beunruhigt mich nicht. Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen.

Wie wäre es mit einer Qualitätsaktie?

Es gibt Ausnahmeaktien, die sich um den Markt kaum scheren. Statt sich um jeden Hüpfer am Markt zu sorgen, profitieren Sie lieber von erstklassigem Unternehmenswachstum. So wie beispielsweise bei der Pharmaperle Novo-Nordisk, die wieder Höhenluft schnuppert.

Pharmaperle Novo-Nordisk ist wieder gestartet

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