Geld verdienen mit Aktien

Sägezahnmärkte und enttäuschte Hoffnungen

Sägezahnmärkte und enttäuschte Hoffnungen

Und was macht der Markt?

Was wurden die Emerging Markets vor Jahren hochgelobt. Das „BRIC“-Thema galt als klarer Kauf, dann folgten Vietnam und andere exotische Länder – und was ist daraus geworden? Enttäuschte Hoffnungen.

Emerging Markets - Sägezahnmarkt seit über fünf Jahren

Hin und Her

In einem Sägezahnmarkt verdienen in erster Linie die Banken und Broker an den Handelsprovisionen. Investoren haben das Nachsehen.

Alles endet

Irgendwann hat der Sägezahnmarkt alle Anleger vergrault. Dann besteht die Chance für einen überraschenden Auf­schwung, an den keiner mehr glaubt und die Experten reflexartig den warnenden Zeigefinger heben.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Genau! Vor der laufenden Hausse wird ständig gewarnt. Richtig vorsichtig müssen wir erst werden, wenn der letzte Kritiker verstummt ist und die Aktienanlage zur ersten Bürger­pflicht erklärt wird. Bis dahin werden uns wahr­scheinlich nur die üblichen Korrekturen erschrecken. So wie die letzten Wochen oder im Oktober 2014.

Shake it, shake it

Eine Konsolidierung trennt die Spreu vom Weizen. Zittrige Hände werden abgeschüttelt, neue Favoriten betreten die Bühne. Solange sich die Marktstruktur nicht dramatisch verschlechtert, besteht kein Grund zur Sorge. Es reicht, die Entwicklung geduldig zu verfolgen, bis sich eine Partei mit Wucht durchsetzt.

Dow Jones schüttelt zittrige Anleger seit Monaten ab

Abbildung oben: Der Dow Jones, auch ein Sägezahnmarkt, aber im Rahmen einer normalen Korrektur.

Wenn schon kaufen, dann Qualität

Wenn man auf beste Qualität setzt, kann man sogar jetzt neue Käufe riskieren. Wir haben uns für den Schrecken der kleinen Monster entschieden. Den frischgebackenen Aufsteiger in die Top 250 Qualitäts­aktien weltweit hatten wir im Mai vorgestellt. Wir spekulieren darauf, dass die Griechenlandsaga oder ein anderes Ereignis die Laune der Anleger verdirbt, und man günstiger in die Aktie hineinkommt.

Quelle: Auszug aus den Investment Ideen vom 28. Juni 2015

Warum hören so wenige auf den Markt?

Irren ist menschlich. Besonders an der Börse. Trotzdem scheinen alle Fachleute die Zukunft zu kennen. Fast alle. Ich gehöre leider nicht dazu und halte es wie Jesse Livermore:

Versuchen Sie nicht, die Entwicklung des Marktes vorwegzunehmen – halten Sie sich einfach nur an die Zeichen des Marktes, an das, was er für Sie bereithält (Jesse Livermore)

Natürlich mache ich mir Gedanken, rechne Szenarien durch, teste Handelssysteme usw. – aber der Markt ist mein Lotse. Er ist unentbehrlicher Bestandteil meiner Anlagestrategie. Man kann sich selbst etwas vormachen, aber der Markt ist gnadenlos ehrlich. Er zeigt mir, ob ich Geld verdiene oder verliere.

Tappen Sie nicht in die Ego-Falle, ein kostspieliges Unterfangen im Börsendschungel. Ich wünsche viel Erfolg!

Schreibe einen Kommentar