So viel Angst vor der Hausse

Sehr geehrte Damen und Herren,

„erste Anzeichen von Distribution an den amerikanischen Märkten könnten die Vorboten einer Verschnaufpause in den kommenden Wochen sein.“

(Zitat aus der Strategie­ausgabe vom 21. Juli)

Börsenalltag

So schnell kann es gehen: Die Volatilität ist zurück. Nach einem schwachen Wochenausklang wurde die Sommeridylle am Montag [5.8.] mit einem Paukenschlag beendet.

Bumm und die Hasen laufen

Die klassischen US-Stimmungsindikatoren notierten wenige Tage zuvor in euphorischen Regionen. Immer wenn es zu gut läuft, sorgt ein Nackenschlag für Bodenhaftung. Leider sind Sentimentindikatoren, Fondsmanagerumfragen und Put/Call-Ratios kein Heiliger Gral, um den Zeitpunkt einer Verkaufs­welle zu bestimmen, aber sie mahnen zur Vorsicht. Stimmungsextrema sind der Kanarienvogel in der Goldmine.

Der i² equity hunter zeigt Stärke. Er ist nicht nur stärker gestiegen als der Markt, er hat sich auch vom Tief mehr erholt.

Nackenschlag zeigt Wirkung

Schon nach wenigen Tagen Volatilität ist die kurzfristig überhitzte Stimmung dahin. Wunderbar. Zumindest, wenn es nach den obigen Indikatoren geht. Eine Verhaltensweise, die ich seit zwei Jahren am US-Markt beobachte: Kaum zuckt es, kommt sofort Angst auf bei den Markt­teilnehmern. Ein typisches Muster in der Hausse.

Zeit der Genesung

Ein angeschlagener Markt ist wie eine Verletzung. Sie braucht Zeit zum heilen. Ob aus der harmlosen Verstauchung eine langwierige Komplikation erwächst, weiß kein Mensch. Jede große Korrektur hat harmlos an­gefangen. Wir wissen heute nur, dass der langfristige Aufwärtstrend intakt ist. Als Investor bedeutet das, Sitzfleisch zu beweisen und an den besten Aktien festzuhalten.

Spielwiese für Trader – Volatilität

Wiegen Sie sich nicht in Sicherheit, nur weil es ein paar Aufwärts­tage Tage nach dem schwachen Montag gab. Die Märkte waren extrem über­verkauft. Das „Gummiband“ war nach unten über­dehnt. Wir haben das Momentum-Tief gesehen. Das Markttief muss sich erst noch beweisen.

Warten auf Akkumulation

Die Marktbreite läßt zu wünschen übrig. Wir brauchen einen höheren Anteil an Aktien in langfristigen Aufwärts­trends. Meilen­steine:

  1. Falls in den nächsten Wochen Abverkäufe nach Erholungs­­be­wegungen ausbleiben,
  2. sollten wir Akkumulation identifizieren können.
  3. Erst wenn Akkumulation in eine breite Aufwärtsbewegung mündet, ist die Korrektur vorbei.

Quelle: Auszug aus den Investment Ideen vom 11. August 2018

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