Geld verdienen mit Aktien

Sekt oder Selters an den Aktienmärkten

Sekt oder Selters an den Aktienmärkten

Es ist Hausse, solange bis das Gegenteil bewiesen ist

Partystimmung

[Original vom 21. Januar] An der Wall Street geht es hoch her. Der altehrwürdige Dow Jones Index rennt und rennt. Ohne Atempause geht es aufwärts. Noch ein paar Wochen und dieser Lauf geht als der längste Anstieg des Dow Jones ohne die obligatorische „5-10% Marktkorrektur“ in die Börsen­geschichte ein. Die durch­schnittlichen Gewinne lagen in solchen Phasen bei rund 13%. Mit Plus 20% hat der Dow Jones den Durch­schnitt weit hinter sich gelassen. Okay, worum geht es konkret?

„Diesmal ist alles anders“

Sicher nicht. Rechnen Sie dieses Jahr mit einer Korrektur von mindestens fünf bis zehn Prozent in Amerika. Das ist kein Beinbruch, aber einzelne Aktien dürften den doppelten bis dreifachen Prozentsatz korrigieren. Das wird diejenigen hart treffen, die den steigenden Kursen jahrelang zugesehen haben und sich erst jetzt an den Aktienmarkt trauen.

Die Musik wird lauter

2017 und 2016 war die Börsenstimmung grottenschlecht. Jede „Mini-Korrektur“ war vorüber bevor sie begonnen hatte. Der Pessimismus verhinderte einen Ausverkauf. Das ändert sich langsam. Einige Sentimentindikatoren erinnern mich an die Stimmung vor 1987 oder Anfang 1999: Vor einem Rückschlag oder Börsenhype. Gut ins Bild paßt, dass die Nettozuflüsse in heimische Aktienfonds (aus Sicht der Amerikaner) ein Rekordniveau erreicht haben.

Sekt oder Selters

Wie sollte man sich positionieren? Halten Sie wie wir an den besten Aktien fest, aber durchforsten Sie ihr Depot nach Titeln, die schwach sind. Aktien, die ihre Erwartungen nicht erfüllt haben oder an denen Sie zweifeln, haben im Depot nichts verloren. Raus damit! Reservieren Sie den Verkaufserlös für bessere Gelegenheiten.

Ohne Moos nix los - Aktienparty auf Pump

Abbildung oben: Hausse auf Pump. Kein Problem, solange das Zinsniveau niedrig ist. Liquidität ist das Lebenselexier der Börse.

Eine Baisse wäre verheerend

Ungemütlich wird es, falls die erwartete Korrektur in eine Baisse kippt. Vor dem Hintergrund niedriger Zinsen, einer florierenden Welt­wirtschaft und fehlenden Anlagealternativen halte ich das derzeit für unwahrscheinlich. Dazu bedarf es eines weltwirt­schaft­lichen oder gesellschaftlichen Schockereignisses.

 

Quelle: Der Beitrag ist ein Auszug aus den Investment Ideen vom 21. Januar 2018

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