Fünf Sterne Aktie unter Beschuss

Church & Dwight: Short-Seller am Werk?

Langjährigen Abonnenten dürfte die Qualitätsaktie ein Begriff sein. Auch wenn das Backpulver- und Kondomimperium nicht mehr in den Strategiedepots enthalten ist, möchte ich den Leserbrief zum Anlass nehmen, wie ich mit solchen Analystenreports umgehe. Hier der anonymisierte Leserbrief:

„Guten Tag, Herr Aschoff,

Church & Dwight ist ja eine unserer 5-Sterne – Qualitätsaktien (von welchen ich aktuell eine kleine Position halte). Momentan wird sie von Spruce Point Capital, einem Short Seller, massiv schlecht dargestellt und ich frage mich, wieviel da tatsächlich dran sein könnte.

Ich habe etwas recherchiert und der Inhaber von Spruce Point hat sich insbesondere auf Betrugsfälle bei bekannten Aktien spezialisiert und auch schon einige Male recht behalten. Zumindest hat der negative Bericht schon Wirkung gezeigt und der Titel ist diese Woche um ca. 5% gefallen. Was halten Sie davon? Beachten Sie solche Artikel oder würden Sie das eher ignorieren?

CHD ist allerdings in der letzten Zeit sehr gut gelaufen und momentan sehr hoch bewertet. Und der negative Artikel kommt natürlich Anfang September, der saisonal ja eher ein schlechter Börsenmonat ist. Vielleicht ist das ja für Sie auch interessant.“

Mit freundlichen Grüßen aus Wuppertal

Der eigene Kompass

Es gibt zahllose Meinungen, Interessen, Analysen und Gerüchte. Wer ohne bewährte Anlagestrategie auf vieles hört, wird ver­mutlich ein Desaster erleben.

  1. Ich kenne nicht
    1. die Seriösität
    2. die Beweggründe und
    3. die Erfolgsquote dieses Analystenhauses.
  1. Ich verfolge eine Anlagestrategie, die erfolgserpobt ist und solche externen Faktoren nicht benötigt. Ob Short-Seller, Sommer, angeblich zu hoch bewertet oder schon vieeeeel zu weit gelaufen (hoppla, aufstrebende Aktien haben oftmals gerade diese Eigen­schaften!) – eine robuste Anlagestrategie kommt damit klar.
  1. Meine Erfahrung lehrt mich, nur bei ganz, ganz wenigen Analysten hinzuhören. Mehr nicht. Es gilt Punkt 2.
  1. Böse Zungen behaupten, dass Händler, die keine Millionen mit Aktien verdienen, zum Analysten umgeschult wurden und jederman kostenlos mit Empfehlungen beglücken.
  1. Es gibt hervorragende Analysten in den Glaspalästen, die exklusiv beraten, jedoch ihr Wissen nicht in die Welt hinaus­posaunen.

Church and Dwight erfreut Langfristanleger

PS: Meinen Glückwunsch an den Herrn aus Wuppertal, der die Qualitäts­aktie sein eigen nennt!

Quelle: Auszug aus den Investment Ideen vom 8. September 2019

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