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Der ewige Börsenkreislauf

Der ewige Börsenkreislauf

Die Mutter aller Korrekturen

Eine Korrektur trennt die Spreu vom Weizen. Ich unter­scheide drei Typen von Korrekturen. Es beginnt mit Typ eins und kann sich im schlechtesten Fall bis zur Baisse steigern. Letztere ist selten, aber unausweichlich nach jeder Hausse. Umgekehrt gibt es keine Hausse ohne vorherige Baisse.

Korrekturen im DAX stärker als im im S&P500

Vom Dip zur Panik

  • Typ eins erleben wir gerade [11.8.]. Die Mutter aller Korrekturen. Kurz und heftig. Ein größerer „Dip“ eben. Interessant für Trader, belanglos für Investoren. Die letzte 1er hatten wir im März 2017.
  • Typ zwei ist von härterem Kaliber. Da dürften auch Investoren nervös werden. Wer klug handelt, findet attraktive Kauf­gelegen­­heiten. Ob sich der aktuelle Dip [11.8.] zu einem Typ zwei mausert, hängt vermutlich von den oben geschilderten Faktoren ab. Die letzte Typ zwei Korrektur wütete im Herbst 2016.
  • Typ drei treibt den Angstschweiß auf die Stirn. Meist endet sie in Panik. Qualitätsaktien können dreißig bis vierzig Prozent vom Hoch verlieren. Minderwertige Aktien werden ge­schlachtet. Optimisten gibt es nicht mehr. Crash­gurus bevölkern den Börsen­planeten und rufen den x.ten Welt­unter­gang aus. Es bieten sich hervo­r­ragende Kauf­chancen. Die letzte Typ drei Korrektur startete im Herbst 2015 und tobte bis ins Frühjahr 2016.

Wenn Typ 3 zur Baisse mutiert…

  • Eine Baisse ist die schlimmste Form einer „Marktkorrektur“. Rund die Hälfte aller Typ drei Korrekturen entwickeln sich zu einer Baisse. Viele Top-Aktien halbieren bis zehnteln (!) sich gemessen vom Allzeithoch (zum Beispiel BASF). Wenige Aktien entkommen dem Niedergang (Beispiele BAT, Rollins oder Church & Dwight).
  • Die Baissen in den Jahren 2000/03 und 2008/09 waren spektakuläre Vertreter dieser Gattung. Eine heimliche Baisse startete im Sommer 2015. Sie verlief in gemäßigten Bahnen, erfüllte aber ihren Zweck. Ein Sägezahnmarkt, der Investoren und Trader immer wieder auf dem falschen Fuß erwischte.
  • Baissen bieten im Endstadium historisch einmalige Kauf­gelegenheiten. Wer mutig zugreift, kann mit Qualitäts­aktien den Grundstein für ein Multi-Millionenvermögen legen. Klingt leicht? Ist es aber nicht. Sie sollten spätestens in der Panikphase kein TV mehr gucken, sich die Ohren zuhalten und die Experten­ratschläge „Aktien viiiiiiiiel zu riskant!“ meiden wie der Teufel das Weih­wasser.

Bewährungsprobe in der Krise

In Schönwetterphasen ist jeder ein guter Anleger. In Stürmen zeigt sich die wahre Kunst, sein Aktienvermögen zu bewahren. Ohne Vorsichtsmaßnahmen ziehen Baissen einem schneller den Teppich unter den Füßen weg, als einem lieb ist.

Marktphase => Handlungsempfehlungen

Falls ich Sie beunruhigt habe, war das nicht meine Absicht. Ich wollte nur den ewigen Mechanismus von Korrektur, Hausse und Baisse in Erinnerung rufen. Das Modell hilft, die Marktbewegungen und erforder­lichen Maßnahmen besser einzuordnen.

Quelle: Auszug aus den Investment Ideen vom 13. August 2017

Wie ermittle ich den Korrekturtypus?

Maßgeblich ist für mich die Weltleitbörse. Ich analysiere die Marktstruktur der New York Stock Exchange, des S&P500, der Technologiebörse NASDAQ und habe ein Auge auf die Nebenwerte (Russell 2000). Mithilfe der Börsenhistorie lassen sich die Korrekturtypen quantifizieren. Markttiefs lassen sich zuverlässiger identifizieren als Markthochs.

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